Seixas triumphiert: französischer star dominiert zeitfahren in der vuelta a país vasco
Bilbao bebte Radsportgeschichte, als Paul Seixas in einem fulminanten Zeitfahren die 65. Auflage der Vuelta a País Vasco eröffnete. Der junge Franzose distanzierte die Favoriten und untermauerte damit seinen Ruf als Shootingstar des Peloton – ein Start, der die gesamte Rundfahrt prägen könnte.

Ein duell der generationen am start
Das 13,8 Kilometer lange Einzelzeitfahren begann unter strahlendem Himmel, und die ersten Fahrer standen vor einer ungewohnten Herausforderung: ohne Referenzpunkte mussten sie sich auf die Strecke konzentrieren. Zunächst zeigten die Routiniers ihre Klasse. Ion Izagirre, Routinier des Rennens, setzte zunächst den besten Wert, bevor Markel Beloki, eine Legende des baskischen Radsports, nur fünf Sekunden später die Spitze übernahm. Ein spannender Kampf zwischen den Generationen zeichnete sich ab.
Doch die vermeintliche spanische Dominanz war nur von kurzer Dauer. Primoz Roglic, einer der Top-Favoriten, fuhr eine herausragende Zeit und unterbot Izagirres Bestwert um beeindruckende 33 Sekunden. Die Konkurrenz war gewarnt: Roglic war in Form.
Der Moment Seixas: Als Paul Seixas sich in die Zeitmaschine schwang, lastete die Erwartung auf seinen Schultern. Doch der junge Franzose ließ sich nicht beirren. Von Kilometer Null an zeigte er, dass er das Gelbe Trikot anvisierte. Seine Leistung stieg mit jeder Abzweigung an, und die Zuschauer entlang der Strecke feuerten ihn an.
Die Schlusskilometer mit Steigungen über 19 Prozent wurden zur ultimativen Bewährungsprobe – und Seixas bestand sie mit Bravour. Mit einem Vorsprung von 28 Sekunden auf Roglic und 33 Sekunden auf Florian Lipowitz überquerte er die Ziellinie. Das Gelbe Trikot war sein!
Die Teams reagierten prompt. Das UAE-Team schickte Großschartner ins Rennen, der eine starke Vorstellung zeigte und den zweiten schnellsten Wert erreichte. Sein Teamkollege McNulty sicherte sich einen Platz unter den Top Ten. Dann betrat Juan Ayuso die Bühne. Nach seinem schweren Sturz bei der Paris-Nizza war er zurück, und das Zeitfahren passte perfekt zu seinem explosiven Stil. Ebenso am Start: Isaac del Toro, der das Feld weiter anheizte. Der Kampf um das Gelbe Trikot nahm Fahrt auf.
Im zweiten Zwischenziel deuteten die Zeiten bereits auf eine Vorentscheidung hin. Ayuso und del Toro verloren zwar 32 bzw. 21 Sekunden auf Seixas, aber Mikel Landa, der vor heimischem Publikum startete, fuhr ein beeindruckendes Rennen und verlor nur 14 Sekunden auf den Führenden. Seine Leistung war ein Zeichen.
Am Ende bestätigte sich das, was viele bereits vermuteten: Seixas war einfach stärker. Ayuso verlor 1 Minute und 16 Sekunden, del Toro 50 Sekunden. Der französische Youngster schmeckte bereits den Triumph. Landa, der als einer der letzten die Ziellinie überquerte, bestätigte mit einer Zeit von 56 Sekunden die gute Form, die er bereits im Training angedeutet hatte.
Ein klarer Sieg für Paul Seixas. Ein Versprechen für die kommenden Tage. Die Vuelta a País Vasco hat einen neuen Star.
