Scm demontiert melsungen mit 34:23 – rekordsieg perfekt

Der SC Magdeburg hat am 28. Februar 2026 in Melsungen Geschichte geschrieben. Mit 34:23 gewannen die Elbestädter bei der MT Melsungen – der höchste SCM-Sieg überhaupt in dieser Begegnung. Und das nur zwei Tage nach einem zermürbenden Auswärtseinsatz in der Champions League. Wer glaubte, Magdeburg käme müde in die Kasseler Region, wurde eines Besseren belehrt.

Lange zäh, dann gnadenlos effizient

Die erste Halbzeit war kein Schaulaufen. Melsungen presste früh, arbeitete mit offensiver Deckung und versuchte alles, um den SCM aus der Nahwurfzone herauszuhalten. Das gelang phasenweise. Magdeburg wirkte nicht unfehlbar, patzte hier und da – aber die Struktur stimmte. Zur Pause stand es 15:11, vier Tore Vorsprung, solide Grundlage.

Nach dem Seitenwechsel ließ der SCM zweimal das leere Melsunger Tor aus der Distanz aus. Kurz zuckte man zusammen. Doch Melsungen konnte daraus kein Kapital schlagen. Die MT spielte viel mit dem siebten Feldspieler – ein Mittel, das gegen ein Magdeburg im Tempo-Modus zur Einladung wird.

Der 9:1-lauf, der alles entschied

Der 9:1-lauf, der alles entschied

Was dann folgte, war schlicht brutal. Der SCM zog per 9:1-Lauf auf elf Tore davon. 27:16 stand es in der 47. Minute – die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Melsungen fand offensiv minutenlang keinen Weg mehr nach vorne, während Magdeburg mit chirurgischer Präzision jeden Konter ausnutzte.

Überragender Mann auf dem Parkett: Felix Claar mit elf Treffern. Der Schwede war schlicht nicht zu halten. Dazu kehrten Elvar Örn Jonsson – erstmals nach seiner EM-Verletzung wieder im Kader – und Omar Ingi Magnusson ins Team zurück. Für Magdeburg kommen diese Personalien zur richtigen Zeit.

Das timing ist kein zufall

Das timing ist kein zufall

Magdeburg spielt am Donnerstag in der Champions League gegen den FC Barcelona. Dieser Kantersieg ist also weit mehr als drei Bundesliga-Punkte – er ist Selbstvertrauen in Reinform, aufgetankt kurz vor dem wohl größten Duell der laufenden europäischen Saison. Der SCM hat gezeigt, dass er auch ohne hundertprozentigen Kader Gegner zerlegen kann. Das sollte Barcelona zu denken geben.