Schwere stürze beim olympia-training: goldhoffnungen gremaud und andraska verletzt
Schock in livigno: olympia-träume zerplatzen
Ein Schreckmoment erschütterte das Schweizer Team bei den OlympischenWinterspielen 2026 in Livigno. Im Aufwärmtraining vor dem Big-Air-Final stürzten sowohl Mathilde Gremaud als auch Anouk Andraska. Für beide Freestyle-Skifahrerinnen bedeutete dies das vorzeitige Aus, bevor der Wettkampf überhaupt begonnen hatte. Besonders bitter trifft es die Top-Favoritin Gremaud.

Gremauds schwerer sturz und die angst des trainers
Gremaud verletzte sich bei dem Versuch eines Nose-Butter-Tricks schwer und musste mit einem Schlitten abtransportiert werden. Ihr Trainer Greg Tuscher zeigte sich zutiefst betroffen. "Ich hatte Angst um sie – denn so etwas kann auch schlimm ausgehen", erklärte er gegenüber Blick. Er gestand, dass er sofort an den kürzlichen Sturz eines norwegischen Skifahrers in Steamboat erinnert wurde, der zu einer Lähmung geführt hatte.

Andraska erleidet handgelenksbruch
Auch für Anouk Andraska, die bei ihrer ersten Olympiateilnahme im Finale stand, endete das Turnier abrupt. Sie zog sich einen Mittelhandbruch zu. Gremaud erlitt eine schwere Hüftprellung und musste zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus bleiben. Trotz des Schocks gab Tuscher eine erste Entwarnung: "Wir werden es hier im Krankenhaus von Livigno checken lassen, doch auf den ersten Blick scheint es nicht allzu schlimm zu sein."
Ein drittel der medaillen fehlen in italien
Dieser Ausfall wiegt schwer. Gremaud hatte nach ihrem Slopestyle-Triumph die Chance, ihre fünfte Olympiamedaille zu gewinnen und damit mit der Schweizer Ski-Legende Vreni Schneider gleichzuziehen. Dieser Traum ist nun geplatzt. Die Tragödie ereignete sich auf der Trainingspiste in Livigno.
Gremaud zeigt sich gefasst und dankbar
Trotz der Enttäuschung zeigte sich Gremaud erstaunlich gefasst. "Sie war zufrieden, dass es ihr den Umständen entsprechend gut ging", berichtete Tuscher. Er betonte aber auch seinen Bedauern über die Verletzungen beider Athletinnen. Gremaud wandte sich kurz vor Mitternacht selbst an ihre Fans und bedankte sich für die zahlreichen Genesungswünsche.
Glück im unglück und blick in die zukunft
Sie betonte, großes Glück im Unglück gehabt zu haben und dass es hätte schlimmer kommen können. "Ich werde wahrscheinlich eine Weile lang Muskelkater haben, aber sonst sollte alles in Ordnung sein", so die 26-Jährige. Die Nacht musste sie jedoch noch zur Kontrolle im Krankenhaus verbringen. Die Situation zeigt, wie riskant der Sport sein kann und wie schnell Träume zerstört werden können.
