Schweiz verpasst generalprobe-sieg: embolo-drama überschattet remis

Die Nationalmannschaft musste sich im letzten Test vor der WM-Endrunde mit einem frustrierenden 1:1 gegen Australien begnügen. Das Fehlen von Breel Embolo, verbunden mit bürokratischen Hürden, trübte den an sich soliden Auftritt der Yakin-Elf.

Einleitung ins wm-abenteuer mit fragezeichen

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Noch ohne ihren verletzten Leistungsträger Breel Embolo, der erst am Freitag in den USA eintraf, agierte die Schweiz gegen die WM-Teilnehmer aus Down Under. Dan Ndoye brachte die Hoffnungen früh mit seinem Treffer in der 14. Minute auf den Platz, doch Australien konterte durch Tete Yengi zum Ausgleich in der 56. Minute – ein Tor, das aufgrund der Spielsituation etwas glücklich wirkte.

Das Team von Murat Yakin hatte zuvor in Jordanien einen deutlichen 4:1-Sieg gefeiert. Ein positives Zeichen, das nun durch die Visum-Problematik Embolos und das Unentschieden im letzten Test ein wenig in den Hintergrund rückt. Die Reisegenehmigung (ESTA) des Stürmers war zwar kurzfristig bewilligt worden, doch die US-Behörden forderten kurz vor dem Abflug zusätzliche Unterlagen aufgrund eines Gerichtsverfahrens in Embolos Vergangenheit an. Ein ärgerlicher Umstand, der den Schweizer Verband vor eine Zitterpartie stellte und letztlich dazu führte, dass der WM-Tross ohne den Angreifer abreiste.

Granit Xhaka, der erfahrene Mittelfeldspieler, übernahm wie so oft die Rolle des Antreibers, konnte aber an diesem Tag nicht verhindern, dass die Schweiz die Führung nicht mehr ausbauen konnte. Die Abwehr stand zwar im Großen und Ganzen sicher, doch gegen die schnellen Konter der Australier gab es immer wieder brenzlige Situationen.

Die Entscheidung, den Tross ohne Embolo abreisen zu lassen, zeugt von einem gewissen Pragmatismus seitens des Verbands. Es gilt, die Vorbereitung auf die WM-Spiele zu gewährleisten und unnötige Risiken zu vermeiden. Am kommenden Samstag trifft die Schweiz im Gruppenspiel B auf Katar, und es ist davon auszugehen, dass Yakin Embolo dann wieder in die Startelf beordern wird. Australien trifft in der Gruppe D am 14. Juni auf die Türkei.

Die Leistung gegen Australien lässt aufhorchen: Die Schweiz ist gewiss nicht der klare Favorit in der Gruppe B, aber mit der nötigen Geschlossenheit und taktischen Flexibilität ist der Einzug ins Achtelfinale durchaus realistisch. Die Frage, ob die Visum-Affäre die Mannschaft mental belastet hat, bleibt vorerst unbeantwortet.