Schweinsteiger-kritik: ivorischer coach schlägt zurück!
Ein heftiger Schlagabtausch entbrannte im Vorfeld der Weltmeisterschaft: Ivoris Fußballtrainer Emerse Faé hat den ehemaligen deutschen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger scharf attackiert, nachdem dieser den afrikanischen Fußball in der ARD abgewertet hatte. Die Äußerungen des Weltmeisters von 2014 sorgten für erhebliche Empörung.

Die schweinsteiger-aussagen im fokus
Schweinsteiger hatte im Rahmen der Übertragung des DFB-Spiels gegen die Elfenbeinküste (2:1) vom „afrikanischen Fußball“ gesprochen, der ihm als „ein bisschen unorthodox“, „ein bisschen wild“ und „vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt“ erschienen sei. Diese pauschalisierende Beschreibung löste nun die Wut des ivorischen Coaches aus.
Faé, der nach dem 2:0-Sieg gegen Curacao und dem Einzug in die K.o.-Runde äußerte, nannte Schweinsteigers Kommentare „traurig“ und deutete an, dass sie möglicherweise auf einem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit beruhten. „Vielleicht ist der deutsche Weltmeister von 2014 öffentlich zu sehr in Vergessenheit geraten und hat Aufmerksamkeit gebraucht“, so Faé, der Schweinsteiger zudem des Rassismus beschuldigte. „Wenn man den Fußball so gut kennt, wie Bastian, dann ist es komisch, wenn man solche Aussagen trifft.“
Jürgen Klopp, ebenfalls von den Äußerungen Schweinsteigers betroffen, reagierte am Mittwoch während eines Termins in Brooklyn gereizt und brach das englischsprachige Interview abrupt ab. Ein deutliches Zeichen der Missbilligung aus dem Lager des Champions-League-Siegers.
Die Reaktion des ivorischen Trainers zeigt deutlich, wie ernst die Situation in Afrika genommen wird. Faé betonte, dass das afrikanische Spiel nicht nur physisch, sondern auch taktisch und technisch ausgereift sei. „Alles was ich tun kann, ist auf dem Platz zu zeigen, dass das afrikanische Spiel nicht nur physisch sondern auch taktisch und technisch ist.“ Er hofft, dass Schweinsteigers Aussagen lediglich „ein unreflektiertes und ungeschicktes Statement“ waren.
Die Debatte um die Wahrnehmung des afrikanischen Fußballs wird durch diesen Vorfall weiter angeheizt und zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um Vorurteile abzubauen und eine respektvolle Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Spielstilen zu fördern. Die Weltmeisterschaft wird nun unter einem anderen Stern stehen, und Schweinsteigers Äußerungen werden zweifellos noch lange nachhallen.
