Schweinsteiger kritisiert trinkpausen-regel: „schon ein bisschen fragwürdig“

Toronto – Bastian Schweinsteiger, TV-Experte im ARD-Programm, äußerte sich überrascht und kritisch über die während des WM-Spiels zwischen Kanada und Bosnien (1:1) eingeführten Trinkpausen. Die Maßnahme, die dazu dienen soll, die Spieler bei hohen Temperaturen zu schützen, wirkte sich dem ehemaligen Weltmeister zufolge negativ auf den Spielfluss aus.

Un unerwarteter störfaktor auf dem rasen

Un unerwarteter störfaktor auf dem rasen

„Das hat mich ein bisschen gestört: Diese Wasserpausen!“, kommentierte Schweinsteiger sichtlich irritiert. „Sind ja nicht 40 Grad hier und Luftfeuchtigkeit bei 100. Und da machen die dann Pause?“ Seine Kritik richtete sich vor allem gegen die Diskrepanz zwischen den klimatischen Bedingungen und der Anwendung der Regel. Bei lediglich 25 Grad Celsius und 48 Prozent Luftfeuchtigkeit, die er als „ideale Bedingungen“ bezeichnete, erscheine die Pause fraglich.

Doch das war nicht das einzige Problem. Während der Partie wurden die Rasenflächen zusätzlich bewässert. „Und was dann noch entscheidend ist: Die spritzen den Rasen! Dadurch verändert sich alles schon ein bisschen. Der Ball flutscht da schneller. Du musst dich als Spieler neu orientieren.“ Schweinsteiger betonte, dass die sich ändernde Rasenbeschaffenheit den Spielfluss beeinträchtige und die Passspielqualität mindere. „Nach dieser Pause ist er dann wieder ganz schnell unterwegs. Ich habe bemerkt, dass das Passspiel nach diesen Wasserpausen holprig war.“

Die Entscheidung, den Platz während des Spiels zu bewässern, sei aus seiner Sicht kontraproduktiv. Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Rasen in einem solchen Maße angefeuchtet werde, wenn die Temperaturen ohnehin moderat seien. Schweinsteiger stellte in Frage, ob die Regelung in ihrer jetzigen Form sinnvoll sei, insbesondere unter Berücksichtigung der Wetterbedingungen. Die Einführung der Trinkpausen, obwohl gut gemeint, habe letztlich den Spielfluss gestört und zu einer Beeinträchtigung des Passspiels geführt.

Die Wasserpausen und die anschließende Rasenbewässerung veränderten die Spielbedingungen spürbar und zwangen die Spieler zu einer ständigen Anpassung. Schweinsteiger’s Einschätzung deutet darauf hin, dass die Regelung überdacht werden sollte, um den Spielfluss nicht unnötig zu unterbrechen.