Schweinfurt stürzt ab: fans als einziger lichtblick?
Der 1. FC Schweinfurt 05 ist abgestürzt. Sechs Spieltage vor Saisonende ist der Abstieg aus der 3. Liga besiegelt – ein Schock für den fränkischen Verein, der vor einem Jahr noch in den Profifußball zurückgekehrt war. Doch während Trainer Jermaine Jones die Verantwortung auf individuelle Fehler schiebt, findet Kapitän Johannes Geis eine überraschende Erklärung.
Ein team, das sich selbst zerstört
Die 1:3-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen war nur der Sargnagel. Seit Wochen präsentierte sich Schweinfurt in erschreckend schwacher Form, die Hinrunde ging als historisch schlechteste in die Annalen der 3. Liga ein. Jones machte nach dem Spiel deutlich, dass er von der Leistung seiner Mannschaft frustriert ist: „Mich regt es auf, wie wir diese Spiele verlieren. Jetzt gehen wir runter.“ Die individuelle Klasse fehlte, die Entschlossenheit, die Leidenschaft – alles, was man von einem Team erwartet, das den Klassenerhalt anstrebt.
Doch Kapitän Geis, der bereits in der Vorsaison mit Unterhaching den Abstieg verlebte, sieht das Problem tiefergehend. „Mit Schweinfurt war es schwierig mit den Gegebenheiten, die da sind“, so der Mittelfeldspieler nach dem Spiel. Eine Ansage, die mehr als nur eine Ausrede zu sein scheint. Die Infrastruktur des Vereins ist überwiegend auf Amateurniveau ausgerichtet, und das schlägt offenbar auch auf die Leistung der Spieler durch.

Die fans als hoffnungsschimmer
Trotz allem gab es einen Lichtblick in der düsteren Situation: Die Fans. Geis lobte die Anhänger des 1. FC Schweinfurt überschwänglich: „Das Einzige, was hier drittligatauglich ist, sind die Fans.“ Ein Kompliment, das zeigt, dass die Unterstützung der Fans Schweinfurt trotz allem am Leben erhält. Sie waren in jeder Lage da, auch als alles aussichtslos schien. Doch selbst die treuesten Fans können einen Abstieg nicht verhindern.
Die Zukunft des 1. FC Schweinfurt ist ungewiss. Der Verein steht vor großen Herausforderungen, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Ob Jones und Geis den Neustart in der Regionalliga gemeinsam angehen, ist ebenfalls fraglich. Die Verträge beider laufen aus. Die Zahl der Spieler, die den Verein verlassen werden, dürfte hoch sein. Aber eines ist klar: Die Fans werden weiterhin da sein – ein Fels in der Brandung für einen Verein in Not. Die Frage ist, ob das für den Wiederaufstieg reicht.
