Schröder vor dem großen sprung: ist das seine beste chance?
Dennis Schröder, der deutsche Point Guard, steht möglicherweise kurz vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Nach 13 Jahren in der NBA und zwei verpassten Conference-Final-Teilnahmen könnte es dieses Jahr mit den Cleveland Cavaliers klappen. Die ersten beiden Playoff-Spiele gegen die Toronto Raptors lassen Hoffnungen aufkeimen – auch wenn Schröders Rolle eher die des unterstützenden Spielers ist.
Die zahlen lügen nicht, aber erzählen nicht die ganze geschichte
Seine Statistiken sind zwar solide – 13,1 Minuten Einsatzzeit, 3,5 Punkte und 3,0 Assists pro Spiel – doch mehr wird im Moment nicht von ihm erwartet. Die Qualität im Kader um Donovan Mitchell und James Harden ist schlichtweg zu hoch. Schröder selbst beschreibt das Potenzial der Cavaliers als „einzigartig“. Er weiß, dass er in einer Mannschaft spielen kann, die um den Titel mitspielen kann.
Was niemand so recht beachtet: Schröder hat in seiner Karriere immer wieder bewiesen, dass er ein Teamplayer ist. Wie in der Nationalmannschaft schätzt er es, wenn der Coach andere Aufgaben für ihn bereithält. „Ich mache, was das Team braucht. Egal, was der Coach verlangt, ich bin bereit“, erklärt er selbstbewusst. Diese Flexibilität ist gerade in den Playoffs von unschätzbarem Wert.

Hartes training, klare ziele
Die Aussagen von Moritz Hartenstein, der in Oklahoma City als Titelfavorit gesehen wird und ein Comeback in der Nationalmannschaft plant, unterstreichen Schröders Fokus. „Wenn ich sagen würde, dass das nicht meine beste Chance auf die Finals ist, wäre das verrückt“, so Schröder nach dem zweiten Sieg in der Serie gegen Toronto. Es ist ein klares Bekenntnis zu seinem eigenen Potenzial und dem der Cavaliers.
Doch Schröder warnt auch vor Übermut. „Wir führen 2-0, aber es ist ein mentales Spiel. Jeder Ballbesitz zählt. In jedem Spiel willst du rausgehen, auf höchstem Niveau konkurrieren und gewinnen.“ Die Raptors sind ein erfahrene Mannschaft und werden in der Nacht zum Freitag alles daran setzen, den Rückstand zu egalisieren. Die Serie ist noch lange nicht entschieden. Die nächste Runde, in der die Cavaliers entweder auf die Detroit Pistons oder die Orlando Magic treffen würden, erscheint im Moment noch wie ferne Musik.
Schröders Statement ist klar: Die Cavaliers sind heiß, und er ist bereit, alles zu geben, um seine Träume in die Realität umzusetzen. Die NBA-Welt wird gespannt zusehen, ob er es schafft, den entscheidenden Schritt zu gehen.
