Schröder: taktische gründe für kurzeinsatz – atkinson defensiv

Cleveland – Dennis Schröder, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, erlebte in Spiel 3 der ersten Playoff-Runde gegen Toronto eine frustrierende Partie. Nur knapp fünf Minuten Einsatzzeit – ein Tiefpunkt in seiner bisherigen Bilanz dieser Serie. Doch Coach Kenny Atkinson deutete an, dass es hierfür taktische Gründe gab, die über die Leistung des Point Guards hinausgingen.

Atkinsons erklärung: größere flügelspieler gefragt

Atkinsons erklärung: größere flügelspieler gefragt

Die spärlichen Minuten von Schröder waren in der Nacht auf Freitag besonders schmerzhaft. Drei Punkte, aber auch drei Turnover prägten seine kurze Präsenz auf dem Feld. Nach dem Spiel betonte Atkinson, dass die Entscheidung für die geringe Einsatzzeit nicht auf Schröders Leistung basierte. “Manchmal muss man einfach bestimmte Kombinationen ausprobieren. Ich wollte auf den Flügeln größer spielen”, erklärte der Coach. Ein taktisches Schachspiel, das Schröder aktuell auf die Bank verbannt.

Die Dynamik ist bemerkenswert: Schröder und Atkinson kennen sich bereits aus ihren gemeinsamen Zeiten in Atlanta. Diese Vertrautheit schien jedoch in den bisherigen Playoffs keine automatische Garantie für eine Stammplatzreservierung zu sein. Die ersten beiden Spiele sahen Schröder mit jeweils knapp zwölf Minuten, ebenfalls unter seinem Saisonschnitt. Die Abwärtsspirale der Einsatzzeiten könnte sich also fortsetzen.

Doch Atkinson schürte Hoffnungen: “Dennis kann in diesen Playoffs eine große Rolle einnehmen. Jedes Spiel ist anders, das nächste wird es auch sein.” Ein Appell an den Welt- und Europameister, sich nicht unterkriegen zu lassen und bereit zu sein, wenn seine Chance kommt. Atkinson betonte zudem sein gutes Verhältnis zu Schröder: “Wir reden so ziemlich über alles miteinander. Er wird morgen bereit sein.”

Die Reise nach Toronto wird für Schröder eine besondere Bedeutung haben. “Natürlich ist das ein Vorteil”, bemerkte Atkinson, womöglich in Anspielung auf Schröders Ortskenntnisse und die Möglichkeit, sich dort neu zu orientieren. Ob dies ihm einen Vorteil verschaffen kann, wird sich zeigen. Die Cavaliers benötigen seine Energie und sein Talent, um gegen die Raptors bestehen zu können. Schröder muss nun beweisen, dass er trotz der geringen Einsatzzeit bereit ist, alles zu geben – und Atkinson seiner Zuversicht gerecht wird.