Schröder rettet cavs mit eiskalten freiwürfen – detroit wartet schon
Brooklyn wollte die nächste Sensation, doch Dennis Schröder hatte in der letzten Minute andere Pläne. Drei Freiwürfe, drei Mal das Netz zappelnd – Cleveland siegt 106:102 und stoppt den kleinen Stotterstart.
Das war kein Kunstwerk, aber ein Sieg ist ein Sieg. Die Cavaliers lagen im Barclays Center lange hinten, weil die Nets aus der Dreierlinie feuerten, als hätten sie den Bus noch vor der Tür verpasst. Cleveland antwortete mit verkrampften Ballverlusten und einer Defense, die an James Harden erinnerte: viel Spektakel, wenig Kontinuität.
Schröder kommt von der bank und trifft, wenn’s brennt
Genau da sprang Schröder ein. 12 Punkte, 5 Assists, 24 Minuten – keine All-Star-Statistik, aber die Zahlen lügen. Nach dem Timeout bei 101:102 zirkelte er die erste Charity-Ware rein, legte beim zweiten Versuch nach und versenkte den dritten unter dem gellenden Pfiff der Brooklyn-Fans. Die Uhr zeigte 5,4 Sekunden, die Nets hatten keinen Timeout mehr, das Spiel war gelaufen.
Die Mini-Crisis ist damit erstmal abgewendet. 38:24 heißt die Bilanz, Rang drei im Osten, nur zwei Siege hinter den Celtics. Doch die nächste Prüfung folgt sofort.
Detroit wartet – und kennt die rezeptur
Am Dienstag gastieren die Cavs bei den Pistons. Das ist kein beliebiger Gegner, das ist der Klub, der Cleveland vor vier Tagen in die Verlängerung schickte und am Ende 122:119 gewann. Cade Cunningham zerlegte damals jeden Pick-and-Roll, Jalen Duren sammelte 19 Rebounds, und die Cavs versenkten sich in Isolation-Basketball. Headcoach J.B. Bickerstaff wird seine Rotation korrigieren müssen, vor allem die Minuten ohne Schröder: In diesen Phasen kollabierte die Offense auf 0,89 Punkte pro Ballbesitz.
Schröder selbst bleibt gelassen: „Wir wussten, dass Brooklyn alles geben würde. Jetzt ziehen wir nach Detroit und zeigen, dass wir gelernt haben.“ Die Lernstunde dürfte kurz sein – 48 Stunden nach dem Abpfiff geht’s schon wieder um Prestige und Playoff-Heimvorteil.
Cleveland fliegt heute Nacht nach Michigan. Die Koffer sind noch nicht gepackt, die Köpfe schon – denn wer im Osten verliert, rutscht binnen Tagen aus den Top-Vier. Und das will keiner, der im Mai ein Heimspiel im best-of-seven plant.
