Schröder opfert urlaub: wm-quali vor allem anderen!
Dennis Schröder, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, setzt ein klares Zeichen: Anstelle eines ersehnten Sommerurlaubs führt er das Team in der WM-Qualifikation an. Ein Signal, das in der Basketball-Szene für Respekt sorgt und die Ambitionen des DBB-Teams unterstreicht.

Die qualifikation als priorität – auch ohne große turniere
Während viele NBA-Stars und etablierte Kräfte im deutschen Basketball nach der langen Saison eine Pause verbringen, stellt sich Schröder der Herausforderung. Seine Entscheidung ist umso bemerkenswerter, da dieses Jahr kein großes Turnier für die Nationalmannschaft ansteht. Doch Schröder sieht seine Verantwortung und will mit gutem Beispiel voran gehen. "Commitment!" ist für ihn mehr als nur ein Wort – es ist eine Lebenseinstellung, die er auch seinen Mitspielern vorleben möchte.
Am 3. Juli trifft das DBB-Team in Riga/Lettland auf Israel, drei Tage später empfängt man Zypern in Bamberg. Bundestrainer Álex Mumbrú hat dafür einen Kader von 15 Spielern nominiert, darunter einige vielversprechende Talente und erfahrene Bundesligaspieler. Franz Wagner und Moritz Wagner, die in der NBA ihren Stammplatz haben, fehlen ebenso wie zahlreiche Euroleague-Profis. Eine bewusste Entscheidung, um den anderen Spielern die Chance zu geben, sich zu beweisen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Der Kader umfasst Namen wie Mahir Agva, Joel Aminu, Kay Bruhnke und Malte Delow, die nach der anstrengenden Saison eine wichtige Rolle spielen sollen. Besonders hervorzuheben sind die drei frischgebackenen Meister von Alba Berlin: Malte Delow, Jonas Mattisseck und Michael Rataj. Rataj, zusammen mit Sananda Fru und Simonas Lukosius, gehört zu den drei Debütanten im Nationalteam.
Schröders Einsatz ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass seine Zukunft in der NBA ungewiss ist. Gerüchte über einen möglichen Transfer zu den Orlando Magic halten sich hartnäckig, da die Cleveland Cavaliers ihr Gehaltsgefüge neu ordnen wollen. Der Aufbauspieler könnte kommende Saison 14,8 Millionen Dollar verdienen – eine Summe, die die Cavaliers möglicherweise nicht mehr stemmen können.
Deutschland liegt nach vier Spieltagen in der Gruppe E hinter Kroatien auf dem zweiten Platz der WM-Qualifikation. Die nächste Runde steht bereits vor der Tür, und der traditionelle SuperCup in Hamburg am 21./22. August bietet die Möglichkeit, sich für die anstehenden Aufgaben zu stärken. Schröder und das DBB-Team wollen sich aber nicht auf Lob ausruhen, sondern konzentriert in die kommenden Spiele gehen und ihre Ambitionen unter Beweis stellen. Die Zeichen stehen auf Erfolg – und auf Commitment.
