Schröder jagt den playoff-fluch: kann cleveland den durchbruch bringen?
Dennis Schröder steht vor seinem zehnten Anlauf, um den Playoff-Fluch zu brechen – ein Phantombild, das seine Karriere in der NBA überschattet. Nach zuvor frustrierenden Niederlagen will der deutsche Nationalspieler mit den Cleveland Cavaliers endlich den Sprung in die nächste Runde schaffen. Doch die Rollen haben sich verändert.
Der erfahrene bankspieler: schröder's neue aufgabe
Während Schröder in seinen vergangenen Playoff-Auftritten stets eine Schlüsselrolle einnahm und über 26 Minuten pro Spiel Einsatzzeit erhielt, beschränkt sich seine Rolle in Cleveland auf 13 bis 20 Minuten. Er ist der erfahrenen Spielmacher von der Bank, dessen Aufgabe es ist, die Stars Donovan Mitchell und Darius Garland zu entlasten und dem Gegner Feuer untermachen. „Die zweite Einheit ist für die Energie verantwortlich“, betont Trainer Kenny Atkinson, der Schröder's Erfahrung und sein internationales Format schätzt. Seine Führungsqualitäten, die er bei den WM- und EM-Titeln mit der deutschen Nationalmannschaft unter Beweis stellte, sind für Cleveland von unschätzbarem Wert.
„Ich will der Spieler sein, der uns aufs nächste Level bringt“, so Schröder entschlossen. Er ist bereit, jede Minute auf dem Feld zu geben und behandelt jedes Spiel, als wäre es sein letztes. Die Cavaliers stehen aktuell bei 2:2 im Duell gegen die Toronto Raptors. Entscheidend wird das fünfte Spiel am Mittwoch sein. Danach könnte es gegen Detroit oder Orlando gehen – ein realistischer Weg ins Conference Finale liegt offen.

Von braunschweig nach cleveland: eine überraschende wendung
Die Transfer von Sacramento nach Cleveland im Februar war für Schröder eine neue Chance, um sein Ziel zu verfolgen: „Ich freue mich auf das neue Team, die neue Gelegenheit, weil sie in jedem einzelnen Spiel alles geben und gewinnen wollen.“ Atkinson, der Schröder bereits aus gemeinsamen Zeiten bei den Atlanta Hawks kennt, betont die gute Beziehung, die sie teilen. Ein kleiner, aber feiner Fakt: Atkinson war 1998/99 als Point Guard bei der SG Braunschweig aktiv, wo Schröder-Entdecker Liviu Calin Co-Trainer war. Ironischerweise steht die SG Braunschweig, die inzwischen im Besitz des deutschen Superstars ist, kurz vor dem Abstieg in der easycredit Bundesliga, während Schröder in der NBA noch um die Meisterschaft kämpft. Die Gegensätze könnten nicht größer sein.
Es geht für Schröder in dieser Phase seiner Karriere nur noch ums Gewinnen – egal in welcher Rolle. Seine bisherigen Playoff-Erfahrungen, auch wenn sie oft frustrierend endeten, bringen wertvolle Kenntnisse mit sich. Der Schlüssel zum Erfolg könnte darin liegen, seine Energie und Erfahrung optimal einzusetzen und das Team um ihn herum zu unterstützen.
