Schönhaus: der gasquet von morgen überrascht in hamburg!
Hamburg – Max Schönhaus, gerade mal 18 Jahre alt, hat bei seinem ATP-Debüt in Hamburg für Furore gesorgt. Obwohl er gegen Yannick Hanfmann knapp verlor, bewies er, dass er das Zeug dazu hat, in der Welt des Tennis große Dinge zu erreichen. Ein junger Mann, der nicht nur spielerisch überzeugt, sondern auch eine beeindruckende mentale Stärke zeigt.
Der auftakt: qualifikation und ein hart umkämpfter kampf
Vor dem Erstrundenspiel gegen Hanfmann feierte Schönhaus bereits seinen größten Erfolg: die Qualifikation für das Hauptfeld des ATP-Turniers. Nach einem spannungsgeladenen Qualifikationsfinale gegen Marcos Giron, in dem er sich nach über drei Stunden mit 6:7, 6:4, 7:6 durchsetzte, zeigte er, dass er auch unter Druck bestehen kann. Das Match gegen Hanfmann, ein 3:6, 7:6, 4:6, war zwar verloren, doch er zwang den erfahrenen Routinier zu einem zähen Kampf und ließ ihm kaum Verschnaufraum.
“Max hat richtig gut gespielt“, lobte Hanfmann nach dem Spiel. “Es war heute richtig schwierig gegen jemanden, der jung und frisch aufspielt.” Diese Worte unterstreichen nicht nur Schönhaus’ Leistung, sondern auch sein Potenzial, sich in der ATP-Tour zu etablieren.

Ein spielertyp wie gasquet: eleganz und variabilität
Was Schönhaus besonders auszeichnet, ist sein Spielstil, der an den französischen Tennisstar Richard Gasquet erinnert. „Er ist nicht nur ein guter Spieler, sondern auch ein interessanter Spieler. Er spielt ein bisschen wie Gasquet“, so Hanfmann. Schönhaus überzeugt mit einer einhändigen Rückhand, überraschenden Stopps und einem variablen Spiel, das seinen Gegnern das Leben schwer macht. Er ist kein Power-Spieler, sondern setzt auf Finesse und taktisches Geschick.
Die Niederlage gegen Hanfmann schmälert seinen Enthusiasmus nicht. “Ich bin tatsächlich extrem happy und finde, dass ich drei echt gute Matches auf hohem Level hatte“, erklärte Schönhaus. Er analysiert selbstkritisch: “Ich finde, dass ich voll da war, aber am Ende lief es auf ein paar Punkte hinaus, bei denen ich vielleicht den Fokus nicht hatte, oder zu schnell auf den Punkt gegangen bin.“ Diese Selbstreflexion zeugt von seiner Reife und seinem Willen zur Verbesserung.
Die junioren-erfolge und der blick nach vorn
Schönhaus’ Karriere ist bereits jetzt von zahlreichen Erfolgen geprägt. Vor knapp einem Jahr erreichte er das Finale der Junioren bei den French Open und sicherte sich zum Abschluss des Jahres den ITF Junior Finals in Chengdu, dem Saisonfinale der besten Nachwuchsspieler der Welt. Er schloss das Jahr als Nummer zwei der Junioren-Weltrangliste ab. Nun steht der Schritt in den Herrenbereich an, der mit neuen Herausforderungen verbunden ist.
“Im Herrenbereich bekommst du nicht viele Möglichkeiten. Und wenn sie da sind, musst du voll da und maximal fokussiert sein“, weiß Schönhaus. Er hat erkannt, dass im Profibereich weniger Fehler erlaubt sind und die Konzentration von Anfang bis Ende gefordert ist. Sein Ziel für die Zukunft ist klar: “Mein Ziel ist, nächstes Jahr Quali für die Grand-Slam-Turniere zu spielen, sodass ich nächstes Jahr in Australien aufschlagen kann.“
Mit seiner beeindruckenden Entwicklung und seinem einzigartigen Spielstil hat Max Schönhaus in Hamburg gezeigt, dass er mehr als nur ein vielversprechendes Talent ist. Er ist ein Spieler, der das Potenzial hat, die Tenniswelt zu begeistern – ein Gasquet von morgen, der bereit ist, seinen eigenen Weg zu gehen.
