Schockstart in zaragoza: galatasaray triumphiert nach historischem debakel!
Ein Auftakt, der in die Geschichte eingehen wird – und das aus den falschen Gründen. Casademont Zaragoza erlitt eine der denastierenden Niederlagen in der Klubgeschichte, als sie im Halbfinale der Final Four der EuroLeague Frauen gegen Galatasaray mit 56:63 untergingen. Der frühe Schock, ein 4:24 im ersten Viertel, war kaum zu überwinden.

Die türkische antwort: dominanz und arbiträre entscheidungen
Die Partie im ausverkauften Príncipe Felipe Stadion begann mit einer elektrisierenden Atmosphäre – „Sarà perche ti amo“ und „Sweet Caroline“ ließen die über 10.000 Fans jubeln. Doch die Euphorie wurde jäh unterbrochen, als Galatasaray, trotz der Verletzung von Teja Oblak und des Ausscheidens von Dorka Juhasz, von Anfang an die Kontrolle übernahm. Ein verheerender Start für Zaragoza, der mit nur vier Punkten nach dem ersten Viertel endete – ein 2/17 aus dem Feld sprach Bände. Marine Johannes, mit ihrem charakteristischen Wurf, unterstrich die Überlegenheit der türkischen Mannschaft.
Elizabeth Williams war mit 12 Punkten und 8 Rebounds die wertvollste Spielerin des Abends (21 Wertungspunkte). Aber es gab auch einen bitteren Nachgeschmack: Zwei strittige Schiedsrichterentscheidungen trübten den Sieg von Galatasaray. Die Fans in Zaragoza kochten vor Wut, als Nadia Fingall und Carla Leite durch fragwürdige Fouls benachteiligt wurden.
Das erste Viertel: Eine Katastrophe
Der Blick auf die Statistik des ersten Viertels ist schmerzhaft für die Anhänger von Zaragoza. Ein 24:4 deutete auf ein Kräfteverhältnis hin, das kaum zu überwinden war. Aminata Gueye versuchte zwar, den Spielverlauf zu wenden, doch die Bemühungen waren vergebens. Die Gesichter der Spielerinnen auf der Bank spiegelten die Tragweite der Situation wider – eine 36:9-Zwischenbilanz nach dem ersten Viertel.
Die zweite Halbzeit bot zwar Hoffnungsschimmer. Zaragoza kämpfte sich zurück, verkürzte den Rückstand und schürte die Fantasien einer möglichen Sensation. Ein 9:2-Teilrun in der Schlussphase ließ die Fans aufspringen, als Merritt Hempe einen Dreier versenkte und der Rückstand auf nur noch vier Punkte schrumpfte.
Doch die Uhr tickte, und Galatasaray hielt stand. Marine Johannes bewahrte in den entscheidenden Momenten die Ruhe und traf wichtige Würfe, die den Sieg für ihre Mannschaft sicherten. Die letzte Hoffnung von Zaragoza, das Spiel doch noch zu drehen, verpuffte in der Schlussminute. Die Entscheidung fiel, als die Schiedsrichter zwei strittige Fouls nicht auf Zaragoza gewertet haben.
Die Ficha Técnica bestätigt die Dominanz von Galatasaray: Kamiah Smalls (11 Punkte) und Derin Erdogan (9 Punkte) unterstützten Johannes’ Leistung. Zaragoza kämpfte mit 18 Punkten von Merritt Hempe, aber die fehlende Konstanz und die frühe Dominanz von Galatasaray waren nicht aufzuholen.
Die Niederlage ist ein herber Rückschlag für Zaragoza, der Traum vom Finaleinzug geplatzt. Die Fans verließen das Stadion enttäuscht, aber mit dem Respekt vor einem starken Gegner. Es bleibt die bittere Erkenntnis, dass ein historischer Schockstart den Weg ins Finale versperrt hat.
