Schock-offenbarung: ex-trainer schwazers packt aus – doping-system korrupt?
Mailand – Der Name Alex Schwazer ist untrennbar mit einem der größten Skandale der Leichtathletik verbunden. Doch die Geschichte scheint noch lange nicht abgeschlossen zu sein. Nun legt sein ehemaliger Trainer Sandro Donati ein explosives Geständnis ab und wirft schwere Vorwürfe gegen die Anti-Doping-Agentur Wada (Welt-Anti-Doping-Agentur) und das gesamte System.

Ein system, das versagt – und gezielt manipuliert?
Donati, der selbst nach der Schwazer-Affäre unter großem Druck stand, spricht nun Klartext. Er behauptet, dass die Wada ihn mit „Nachrichten in Code“ aufgefordert habe, Alex Schwazer im Stich zu lassen. Die Vorwürfe sind brisant: Das Anti-Doping-System sei nicht effektiv und produziere lediglich eine „ständig limitierte“ Positivrate von rund 1 Prozent. „Wenn tatsächlich nur 1 Prozent der Athleten dopen, wäre Doping irrelevant“, so Donati. Die Realität sieht anders aus. Unabhängige Kontrollen des italienischen Gesundheitsministeriums hätten im Vergleich dazu eine Positivrate von 4 bis 5 Prozent ergeben – ein deutlicher Beweis für die Ineffizienz des Systems.
Ein Schlüsselfaktor, so Donati, sei die Sabotage von vier leistungsfähigen Dopinglaboren. Die Wada habe festgelegt, dass nur noch ein Labor pro Land existieren dürfe – „natürlich unter ihrer Kontrolle“. Ein unmissverständliches Signal folgte prompt: Das italienische Gesundheitsministerium wurde angewiesen, sämtliche Dienstleistungen dieser Labore zu stoppen, woraufhin das Carabinieri NAS die Einrichtungen kontrollierte, um sicherzustellen, dass alle dopingrelevanten Aktivitäten eingestellt wurden.
Die Manipulation von Schwazers Urin, so Donati, sei ein Akt von „immenser Schwere“, der jede Dopingtat eines Athleten übertrifft. Die Wada habe sich, so Donati, in eine unangemessene Position gebracht, indem sie der IAAF (Internationaler Leichtathletikverband), die bereits unter dem Schatten des russischen Doping-Skandals stand, zur Seite trat. Er fügt hinzu: „Sie hatten sogar die Unverschämtheit, zu sagen, Donati sei auch von Schwazer betrogen worden.“ Dies sei ein weiteres verschlüsseltes Signal gewesen:
