Schock in ungarn: handball-bund schmeißt rodriguez raus!

Budapest – Der Handballverband Ungarns hat einen fulminanten Schlussstrich unter die Amtszeit von Chema Rodríguez gezogen. Nach verpasstem WM-Ticket ist das Aus des Spaniers als Nationaltrainer besiegelt. Ein Umbruch steht bevor, doch die Frage ist: Kommt er zu spät, um die olympischen Träume zu retten?

Entscheidung nach verpatztem wm-qualifikationsduell

Entscheidung nach verpatztem wm-qualifikationsduell

Die bittere Realität für das ungarische Nationalteam: Das Ticket zur Handball-WM 2027 in Saudi-Arabien ist vergeben – und zwar nicht an sie. Gegen Serbien, unter der Leitung von Raúl González, scheiterte das Team in der entscheidenden Qualifikationsrunde. Ein 31:27-Rückschlag im Hinspiel ließ wenig Hoffnung, obwohl der Rückkampf mit 31:30 gewonnen wurde. Die Summe reichte jedoch nicht aus. Die Enttäuschung war riesig, und die Konsequenzen blieben nicht aus.

Rodríguez hatte den Job 2019 übernommen und wurde im März 2022 nach der frühen Enttäuschung bei der Heim-EM zum Chef erklärt. Seine Bilanz ist gemischt: Achtungsplätze bei den Weltmeisterschaften 2023 und 2025, ein fünfter Rang bei der EM 2024 und ein enttäuschender zehnter Platz bei der EM 2026 sowie die gleiche Platzierung in Paris bei den Olympischen Spielen. Die verpasste WM war der Sargnagel.

„Wir danken ihm für die bisherige Arbeit und die schönen Momente“, erklärte Ferenc Ilyés, Präsident des Ungarischen Handballverbands. „Aber die Ergebnisse in der WM-Qualifikation waren nicht zufriedenstellend, und unsere Chancen auf die Olympischen Spiele sind gefährdet. Nach sorgfältiger Bewertung haben wir uns für einen Wechsel entschieden.“ Ein klarer, wenn auch schmerzlicher Bruch.

Die Entscheidung ist brisant, da die Olympischen Spiele in Los Angeles nur wenige Monate entfernt sind. Nun muss ein neuer Trainer in Rekordzeit ein Team formen und die Stimmung heben. Ob der Umbruch rechtzeitig greift, um die Qualifikation für das Turnier zu sichern, bleibt abzuwarten. Die Ungarische Handball-Szene steht vor einer ungewissen Zukunft.

Die Zahlen lügen nicht: Rodríguez' Amtszeit war von Höhen und Tiefen geprägt, aber das verpasste WM-Ticket hat die Entscheidung besiegelt. Die Suche nach einem neuen Kapitän für die Nationalmannschaft beginnt, und die Uhr tickt.