Schock in mexiko-stadt: tote nach wm-fanfest

Ein ausgelassenes WM-Fest in Mexiko-Stadt ist in einer Tragödie geendet: Mindestens zwei Menschen sind nach dem Sechzehntelfinalerfolg der Nationalmannschaft gegen Ecuador ums Leben gekommen. Die Behörden bestätigten den tödlichen Ausgang einer Massenpanik, die sich nach dem Spiel entwickelte. Die Stimmung, die noch Minuten zuvor von frenetischem Jubel geprägt war, schlug plötzlich um.

Dramatische szenen vor öffentlichen toiletten

Nach ersten Erkenntnissen wurden eine 19-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann in der Nähe einer öffentlichen Toilette im Stadtteil Colonia Juárez erdrückt. Augenzeugen berichten von einer Situation, in der die Menschenmassen unkontrolliert gegen die Toiletten gedrängt wurden. Die Rettungskräfte konnten trotz schneller Anfahrt nur noch den Tod der beiden feststellen. Ein dritter Todesfall wird derzeit untersucht, die Bestätigung steht jedoch noch aus.

Die Ereignisse werfen ein düsteres Licht auf die Feierlichkeiten rund um die WM. Hunderttausende Fans hatten sich am Dienstagabend an verschiedenen Orten in der Stadt versammelt, um den Sieg der mexikanischen Nationalmannschaft zu bejubeln. Die Polizei war zwar präsent, konnte jedoch den eskalierenden Zustrom nicht mehr kontrollieren.

Bielsa überrascht mit philosophischen ausführungen

Bielsa überrascht mit philosophischen ausführungen

Abseits der Tragödie sorgte Uruguays Nationaltrainer Marcelo Bielsa auf einer ungewöhnlich langen, fast 100-minütigen Pressekonferenz für Aufsehen. Seine Aussagen waren dabei wenig erhellend. „Wovon ich absolut überzeugt bin, ist, dass es niemanden interessiert, was ich weiß“, erklärte der 70-Jährige, während er sich in kryptischen Bemerkungen über die verpasste Qualifikation für die K.O.-Runde verirrte. Uruguay scheiterte mit nur zwei Punkten in der Gruppenphase, und Bielsa schien sich damit abgefunden zu haben, dass seine Expertise keinen Wert habe.

Beccacece verabschiedet sich – und hinterlässt fragen

Beccacece verabschiedet sich – und hinterlässt fragen

Auch in Ecuador herrscht Ernüchterung. Nationaltrainer Sebastian Beccacece trat nach der 0:2-Niederlage gegen Mexiko von seinem Amt zurück. Mit den Worten „Heute ist es an der Zeit, sich von einer wunderbaren Familie zu verabschieden“ beendete der Argentinier sein Engagement. Trotz eines überraschenden Sieges gegen Deutschland in der letzten Gruppenbegegnung reichte es für Ecuador nicht für den Einzug ins Achtelfinale. Gerüchte über internen Widerstand gegen Beccacece kursierten bereits seit einiger Zeit.

Die Sicherheitsvorkehrungen bei den WM-Feierlichkeiten in Mexiko-Stadt werden nun genau unter die Lupe genommen. Die Tragödie ist ein schmerzlicher Einschnitt in das Fußballfest und zeigt, wie schnell ausgelassene Stimmung in eine Katastrophe umschlagen kann.