Schock in lübeck: adigo muss gehen – interimslösung gefunden!
Der 1. FC Phönix Lübeck hat sich von Cheftrainer Christiano Adigo getrennt – ein überraschender Schritt, der die Fußballregion Schleswig-Holstein erschüttert. Nach drei Jahren und einer beachtlichen Entwicklung der Mannschaft stehen die Zeichen ungewiss, während Frank Salomon und Kevin Wölk interimsweise das Ruder übernehmen.
Ein abschied, der viele fragen aufwirft
Noch vor wenigen Monaten wurde Adigo für seine Arbeit als Trainer des Jahres 2025 in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Die Auszeichnung schien ein klares Zeichen der Wertschätzung für die Leistungen des Coaches und des Teams zu sein. Doch nun, kaum zwei Monate später, ist dieses Kapitel abrupt beendet. Der Verein bestätigte am Dienstagmorgen die Trennung, die Adigo in einem persönlichen Gespräch am Montagabend mitgeteilt wurde. Auch sein Co-Trainer Simon Gottschling wird das Team verlassen, übernimmt aber eine neue Rolle als Scout.
Ein Blick zurück: Adigo prägte in seinen drei Jahren in Lübeck eine der erfolgreichsten Phasen der jüngeren Vereinsgeschichte. Der Höhepunkt war der Landespokalsieg 2024, der den Verein in den DFB-Pokal führte. Unter seiner Leitung etablierte sich Phönix im oberen Tabellendrittel der Regionalliga Nord – ein Erfolg, der nun abrupt zu Ende gegangen ist.

Die offizielle begründung: mehr als nur eine sportliche entscheidung
Sportdirektor Frank Salomon betonte die Dankbarkeit des Vereins für Adigos Einsatz und hob die Verlängerung seines Vertrags bis zum Ende 2025 hervor, die als „klares Zeichen unserer Überzeugung und Wertschätzung seiner Arbeit“ gewertet wurde. Dennoch, so Salomon weiter, habe sich das Team nach einer starken Hinrunde in den letzten Monaten nicht mehr wie erhofft weiterentwickelt. „Eine deutliche Verunsicherung der Mannschaft war spürbar – auch in den letzten beiden Partien mit positivem Spielausgang.“
Die Entscheidung sei, so Salomon, in einem schnelllebigen Geschäft wie dem Profifußball manchmal notwendig, um neue Impulse zu setzen. „Mit Blick auf das anstehende Landespokalfinale, aber auch auf die Ausrichtung der neuen Saison, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass dieser Schritt notwendig ist.“
Die Verantwortung für die sportliche Führung übernehmen ab sofort Frank Salomon und U-23-Cheftrainer Kevin Wölk. Salomon wird die Mannschaft vorübergehend trainieren, während Wölk ihn unterstützt. Ob diese Interimslösung zu einer dauerhaften Veränderung führen wird, bleibt abzuwarten. Die Fans des 1. FC Phönix Lübeck bangen um die Zukunft ihres Teams.
Die Zahlen sprechen für sich: Adigo betreute das Team in knapp drei Jahren 109 Pflichtspiele. Eine beachtliche Bilanz, die nun abrupt enden musste. Ob der Verein mit Salomon und Wölk in der Lage sein wird, die Erfolgsserie fortzusetzen und das Landespokalfinale zu gewinnen, wird die kommende Zeit zeigen.
