Schock in katar: schweiz stolpert – xhaka schießt zur warnung!
Doha – Die Erwartungen waren groß, die Realität bitter: Die Schweizer Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft einen Fehlstart hingelegt. Das 1:1 gegen Katar ist mehr als nur ein Punktverlust; es ist ein Weckruf, der von den Führungsspielern unmissverständlich formuliert wird. Ein Auftritt, der Fragen aufwirft und die einst so rosigen Vorhersagen eines möglichen Geheimfavoriten in Rauch aufgehen lässt.

Die selbstkritik brennt
Besonders deutlich wurde die Situation nach dem Spiel durch Granit Xhaka. Der Kapitän ließ wenig Zweifel daran, dass die Leistung der Mannschaft unter aller Kanone war. „Man kann viel reden, jetzt müssen wir machen“, polterte er, und sein Tonfall verriet die tiefe Enttäuschung. Es geht nicht nur um das Ergebnis, sondern um die Art und Weise, wie es zustande kam. Xhaka kritisierte scharf das fehlende Kollektiv und die mangelnde Disziplin – ein Vorwurf, der in der aktuellen Phase des Turniers besonders schmerzt.
Die Nachspielzeit wurde zur Katastrophe. Nach der Führung durch Breel Embolo durch einen Abseitstreffer kassierte die Nati in der 95. Minute den schmeichelhaften Ausgleichstreffer durch Bassam Al-Rawi Khoukhi. Chancenverwertung war ebenfalls ein Problem. Die Schweizer hätten das Spiel deutlich früher entscheiden müssen, doch die Chancen sprachen eine deutliche Sprache.
Auch Torhüter Gregor Kobel zeigte sich frustriert. „Das ist extrem bitter und natürlich nicht der Start, den wir uns gewünscht haben“, sagte er. Was ihm besonders missfiel, war die fehlende Intensität. „Ich bin ein großer Fan von Intensität – und die hat uns heute komplett gefehlt“, erklärte der Schlussmann von Borussia Dortmund. Die Mannschaft müsse mehr Entschlossenheit zeigen und „hungriger und gefährlicher“ agieren.
Die kommenden Partien gegen Kanada und Bosnien und Herzegowina werden entscheidend sein. Beide Teams haben ebenfalls nur einen Punkt, sodass die Ausgangslage in Gruppe B weiterhin kompliziert ist. Doch die Worte von Xhaka und Kobel sind klar: Es braucht eine sofortige Reaktion, um die WM-Träume am Leben zu erhalten. Die Blamage gegen Katar muss als bitterer Impuls dienen.
Die Mannschaft muss jetzt zusammenfinden und ihre individuellen Schwächen in den Hintergrund rücken. Nur durch eine geschlossen Leistung und eine kämpferische Einstellung kann die Schweiz noch eine erfolgreiche Rolle bei dieser Weltmeisterschaft spielen. Die nächste Bewährungsprobe steht schon vor der Tür: Am kommenden Sonntag trifft die Nati auf Kanada.
