Schock in kanada: koné bricht sich das bein – marsch ist fassungslos

Kanadas WM-Traum erleidet einen jähen Knick: Bei dem 6:0-Erfolg gegen Katar verletzte sich Stürmerstar Ismael Koné schwer. Ein Knall, der die jubelnde Atmosphäre im Stadion abrupt beendete und Nationaltrainer Jesse Marsch in tiefe Besorgnis versetzte. Der Fokus verlagerte sich schlagartig vom Kantersieg auf das Schicksal des jungen Talents.

Die diagnose: schien- und wadenbeinbruch

Die Szene, die sich in der 51. Minute ereignete, war brutal. Nach einem Foul von Assim Madibo, der sichtlich geschockt war und sich umgehend bei Koné entschuldigte, lag der 24-Jährige mit einer unnatürlichen Drehung des Unterschenkels am Boden. Koné selbst reagierte fassungslos, die Hand vor den Mund gepresst. Die Diagnose im Krankenhaus bestätigte die Befürchtungen: Ein Bruch des linken Schien- und Wadenbeins. Eine Operation steht noch am Abend an.

Marsch, der unmittelbar nach dem Spiel mit dem katarischen Trainer Julen Lopetegui sprach, äußerte sich bedrückt: „Es ist direkt vor der Bank passiert, man konnte die Knochen brechen hören. Wir denken alle an ihn.“ Er betonte, dass Koné „ein wichtiger Teil“ des Teams sei und sein Ausfall ein „großer Verlust“ darstelle. Die Rudelbildung nach dem Spiel, die sich aufgrund der Verletzung ergab, sei in diesem Moment zweitrangig gewesen – eine Reaktion auf das unerwartete Unglück.

Madibos entschuldigung und die reaktion der bank

Madibos entschuldigung und die reaktion der bank

Während Madibo sichtlich mit sich kämpfte und sich bei Koné entschuldigte, sorgte die Reaktion der katarischen Bank für zusätzlichen Gesprächsstoff. Marsch bezeichnete das Verhalten als „ein seltsames Verhalten“ und machte deutlich, dass dies „keine Sekunde unserer Zeit wert“ sei, darüber zu diskutieren. Die Anteilnahme an Konés Schicksal stand im Vordergrund.

Die Familie des verletzten Spielers ist bereits bei ihm im Krankenhaus, wo er sich auf die Operation vorbereitet. Koné spielt derzeit für den italienischen Erstligisten US Sassuolo, seine Leistungen hatten ihn zu einem Schlüsselspieler der kanadischen Nationalmannschaft gemacht. Wie lange er ausfällt, ist noch unklar, doch eines ist sicher: Der WM-Traum von Kanada wird mit einem wichtigen Zahnrad weniger weitergespielt.

Lopetegui, der sich im Nachgang des Spiels nicht zu den Vorkommnissen äußern wollte, wünschte Koné eine schnelle Genesung. Die Sportwelt schickt ihm ihre besten Wünsche.