Schock in boston: dfb-elf patzt gegen ecuador!

Ein Schock für den deutschen Fußball! Die Nationalmannschaft hat bei der WM überraschend mit 1:2 gegen Ecuador verloren und damit die Stimmung im Lager der Fans und Experten nachhaltig getrübt. Was war das für eine Vorstellung?

Der sieg wusste nicht zu gefallen

Vor dem Spiel war die Erleichterung groß: Deutschland hatte die Gruppe E bereits als Erster verlassen und war somit für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Doch die Freude währte nur kurz. Denn was die DFB-Elf auf dem Platz zeigte, war weit entfernt von dem, was man von einer deutschen Nationalmannschaft erwartet. Die Mannschaft wirkte unkonzentriert, ohne Biss und ohne den unbedingten Siegeswillen, der einem deutschen Team eigentümlich sein sollte.

Die Aussagen von Joshua Kimmich und Deniz Undav nach dem Spiel – der Gegner habe den Sieg „mehr gewollt“ – sind insofern brisant, als sie den Eindruck erwecken, als ob der Wille zum Erfolg gefehlt hätte. Das darf man von einer deutschen Nationalmannschaft schlichtweg nicht akzeptieren. Wer bei einer Weltmeisterschaft nicht bereit ist, alles zu geben, um zu gewinnen, sollte besser zu Hause bleiben.

Julian Nagelsmann versuchte zwar, die Thesen vom fehlenden Willen als „Quatsch“ abzutun, doch die Diskrepanz zwischen seiner Wahrnehmung des Spiels und der seiner Spieler ist beunruhigend. Wenn Kapitän und Topscorer unisono von einem Willensproblem sprechen, dann sollte auch der Bundestrainer die Augen dafür öffnen.

Die bittere Wahrheit: Es wäre ein Weckruf für Nagelsmann, wenn er erkennen müsste, dass sein Team gegen Ecuador eine Einstellungsschwäche hatte. Doch die gute Nachricht ist: Das Problem lässt sich vermutlich beheben. Das erste K.o.-Spiel bei einer WM seit zwölf Jahren steht vor der Tür, und am Montag in Boston (22:30 Uhr im LIVETICKER) muss die Mannschaft zeigen, dass sie bereit ist, alles zu geben. Sonst droht dem deutschen Fußball ein ernsthaftes Problem.

Denn eines ist klar: Gegen vermeintlich schwächere Gegner dürfen wir uns keine Ausrutscher mehr erlauben. Die WM ist kein Spaßvergnügen, sondern ein Wettbewerb, in dem es nur ums Gewinnen geht. Und wer das nicht verstanden hat, hat bereits verloren, bevor das Spiel überhaupt angepfiffen wurde.

Die zeit drängt

Die zeit drängt

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Nagelsmann muss seine Mannschaft wachrütteln und dafür sorgen, dass der Wille zum Erfolg wieder in den Vordergrund rückt. Denn in Boston zählt nur der Sieg – und zwar deutlich. Ansonsten kehrt die DFB-Elf mit leerer Tasche nach Hause zurück.