Schock im wm-stadion: kommentator von flasche getroffen!
Ein unerklärlicher Vorfall überschattete das WM-Spiel zwischen Kolumbien und Usbekistan: Der ehemalige englische Nationalspieler Warren Barton erlitt eine blutige Kopfverletzung, nachdem ihm ein Fan eine Flasche zuwarf. Die Szene sorgte für Bestürzung im Stadion und bei den Zuschauern weltweit.
Die dramatischen minuten im aztekenstadion
Während der Übertragung des Spiels durch den US-amerikanischen Sender FOX wurde Barton plötzlich von einem Gegenstand am Kopf getroffen. Seine Co-Kommentatorin, Jacqui Oatley, reagierte sofort und beschrieb die Situation in der Übertragung mit Bestürzung: „Warren hat tatsächlich eine Schnittwunde am Kopf, du blutest wie verrückt! Was zum Teufel war das?“ Barton selbst versuchte, die Situation herunterzuspielen, beteuerte jedoch, dass es ihm gut gehe. „Alles gut, alles gut. Es war scharf, aber mir geht’s gut“, beruhigte er die Zuschauer.
Doch die Schockwellen gingen weiter. Bereits in der ersten Halbzeit hatten die Kommentatoren einer Bierdusche durch entfesselte Fans ausgeliefert werden müssen. Und das war noch nicht alles: Laut Oatley erlitt auch ein Kameramann durch einen „Tackle“ von Fans eine Verletzung, was die insgesamt chaotische Atmosphäre im alten Aztekenstadion unterstrich. Die Atmosphäre, so Oatley, sei „unwirklich“ gewesen.

Mehr als nur ein flaschenwurf: eskalation der fankultur?
Der Vorfall wirft ein bezeichnendes Licht auf die zunehmende Aggressivität und Unberechenbarkeit von Fankulturen im Fußball. Während die kolumbianischen Fans insgesamt als „phänomenal“ beschrieben wurden, zeigt dieser Vorfall, dass die Begeisterung für das eigene Team schnell in unkontrollierbare Ausbrüche münden kann. Die Tatsache, dass Barton trotz der dramatischen Verletzung seinen Job fortsetzen konnte, zeugt von Professionalität, wirft aber auch Fragen nach der Sicherheit des Personals im Stadion auf. Kolumbien gewann das Spiel schließlich mit 3:1 und führt damit die Gruppe K an.
Die Türkei muss indes mit einer enttäuschenden Auftaktpleite hadern, während die Weltöffentlichkeit über die Grenzen der Fankultur und die Notwendigkeit von stärkeren Sicherheitsmaßnahmen im Fußball nachdenken muss. Die Grenze zwischen Leidenschaft und Gewaltausbruch scheint damit dünner denn je.
