Schlotterbecks poker: bvb-star öffnet tür zu wechsel – matthäus schockt!
Dortmund – Der Innenverteidiger Nico Schlotterbeck (26) hat seinen Vertrag beim BVB verlängert, doch die Freude in Teilen der Fanszene will sich nicht einstellen. Ein clever platzierter Ausstiegsklausel im neuen Kontrakt könnte dem Spieler die Tür für einen Wechsel in die Zukunft öffnen – und das sorgt für Unmut.
Matthäus' analyse: real madrid als lockruf
Die Wut der Anhänger ist nachvollziehbar: Bei der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen wurde Schlotterbeck vom Publikum ausgepfiffen. Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler mit 150 Länderspielen, sieht darin jedoch keinen Grund zur Panik. „Wenn Real Madrid anfragt, will man sich eine Tür offenhalten“, so Matthäus bei Sky90. Er betont, dass Schlotterbeck weiterhin mit Herz und Seele in Dortmund spielen werde, sich aber die Möglichkeit offenhalten möchte, weitere Schritte zu gehen. Eine pragmatische Entscheidung, wie Matthäus findet, die er auch anderen Top-Spielern attestiert: „Das ist bei Upamecano so, bei Musiala so, das ist bei allen Spielern so.“
Die finanzielle Seite der Medaille betrachtet der ehemalige Nationalspieler ebenfalls gelassen. Er rechnet vor, dass der BVB trotz der Ausstiegsklausel finanziell besser dasteht, als wenn der Vertrag nicht verlängert worden wäre. „Im Fall eines Wechsels könne Dortmund auf ‚rund 25 bis 30 Millionen Euro mehr‘ hoffen.“ Eine Summe, die dem Verein bei strategischen Neuzugängen weiterhelfen könnte.

Wer hat die klausel durchgesetzt? ein machtspiel im hintergrund
Doch die Geschichte hat eine überraschende Wendung. Laut Matthäus war es nicht Schlotterbeck selbst, der auf die Ausstiegsklausel bestand, sondern jemand aus dem Verein. „So eine Entscheidung trifft man nicht alleine“, erklärt der DFB-Experte. Er kennt den Verantwortlichen, möchte diesen aber vorerst nicht nennen. Es sei eine Entscheidung gewesen, die in mehreren Gesprächen getroffen wurde, um den Spieler langfristig an den Verein zu binden und gleichzeitig eine finanzielle Entschädigung im Falle eines Abgangs zu sichern.
Ein klarer Beweis für die komplexen Verhandlungen und Machtverhältnisse hinter den Kulissen.
Für den BVB geht es nun sportlich weiter: Am Sonntag (18. April, 15.30 Uhr) empfängt die TSG Hoffenheim zum Bundesliga-Duell. Mit acht Punkten Vorsprung vor dem direkten Verfolger ist die Qualifikation für die Champions League bereits so gut wie sicher, der Kampf um den zweiten Platz in der Bundesliga aber noch lange nicht entschieden.
