Schlotterbecks elfmeter-anleitung: fca siegt gegen heidenheim im abstiegskampf

Schlotterbecks elfmeter-anleitung: fca siegt gegen heidenheim im abstiegskampf

Nach dem wichtigen 1:0-Sieg des FC Augsburg gegen den 1. FC Heidenheim sorgte eine Aussage von Keven Schlotterbeck für Aufsehen. Auf die Frage, ob er beim Elfmeter Angst vor einem VAR-Eingriff gehabt habe, gab er eine unerwartete „Anleitung“, wie man heutzutage einen Strafstoß herausholen sollte.

Klarer elfmeter nach strittigen entscheidungen

Der Elfmeter, der in der Partie gegen Heidenheim zugesprochen wurde, stand im Kontext der vergangenen Spieltage. In den Spielen gegen St. Pauli (2:1) und Mainz 05 (0:2) hatte der FCA seiner Meinung nach unberechtigte Strafstöße gegen sich hinnehmen müssen, die vom VAR nicht korrigiert wurden. Das Foul von Benedikt Gimber an Schlotterbeck war jedoch unmissverständlich, und Schiedsrichter Felix Zwayer entschied souverän.

Claude-maurice trifft sicher

Claude-maurice trifft sicher

Alexis Claude-Maurice übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß sicher. Obwohl die Leistung des FC Augsburg insgesamt nicht überzeugend war, durften die Augsburger sich über drei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf freuen. Eigentlich war Keven Schlotterbeck als Schütze vorgesehen, doch er überließ dem Franzosen den Ball, der sich sehr sicher fühlte – und dies auch bewies.

Schlotterbecks analyse: „geh runter, das ist ein elfmeter“

Schlotterbecks analyse: „geh runter, das ist ein elfmeter“

Nach dem Spiel stand das Foul im Strafraum im Fokus. Schlotterbeck schilderte die Szene: „Erst zieht er mich, dann ringt er mich um.“ Bemerkenswert war jedoch seine anschließende Aussage: „Ich habe zu Zesi in der ersten Halbzeit schon gesagt, als er an der Wade getroffen wurde: Geh bitte runter, das ist ein Elfmeter, die sind heutzutage wichtig. Ein Kontakt reicht mittlerweile, um Elfmeter zu bekommen, egal ob der Schiri pfeift oder nicht.“

„Standards sind elementar wichtig“

Schlotterbeck betonte, es handele sich nicht um einen Aufruf zum Schinden von Strafstößen, sondern um eine realistische Einschätzung, wie in der Bundesliga gepfiffen wird. „Es wird immer kontrolliert, du musst auf gut deutsch clever sein“, erklärte er. Er hinterfragte, ob dies dem Sinn des Spiels entspreche, sah die Schuld aber weniger bei den Profis als vielmehr bei der Linie der Schiedsrichter bei der Vergabe von Elfmetern.

Kritik an der strafstoßschwelle

„Standards entscheiden Spiele, sie sind heutzutage im Fußball elementar“, fuhr Schlotterbeck fort. „Ein Standard hat auch heute das Spiel entschieden.“ Er forderte das Schiedsrichterwesen auf, die Schwelle für einen Strafstoß nicht so niedrig anzusetzen und vor allem nach der Dynamik einer Szene zu entscheiden, anstatt sich auf Zeitlupen und Standbilder zu verlassen.

Baum: heute zählen nur die drei punkte

Trainer Manuel Baum bestätigte, dass dem FCA die Art und Weise des Sieges nach zwei frustrierenden Wochen egal sei: „Heute zählt nicht das Wie, sondern nur die drei Punkte.“ Das Team ist seit sieben Heimspielen ungeschlagen und hat sich vorerst etwas von der Abstiegszone abgesetzt.