Schleusener verlässt ksc: identifikationsfigur geht im sommer!
Ein Kapitel geht zu Ende: Fabian Schleusener wird den Karlsruher SC im Sommer verlassen. Nach sechs Jahren voller Tore und Emotionen einigten sich der Verein und der 34-jährige Stürmer darauf, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Ein Verlust für die Badener, der mehr als nur sportliche Konsequenzen haben könnte.

Der abschied eines publikumslings
71 Treffer in 216 Spielen – die Zahlen allein sprechen eine deutliche Sprache. Doch für den KSC bedeutet Schleuseners Abgang weit mehr als den Verlust eines Torjägers. Er war eine Identifikationsfigur, ein Spieler, der das Trikot stets mit Stolz trug und mit Leidenschaft verteidigte. Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann würdigte den Einsatzwillen des Angreifers und betonte, dass der Abschied ein gemeinsamer Entschluss sei, der nach fünf Jahren beim KSC nun reif sei.
Trainer Christian Eichner, der Schleusener vor fünf Jahren an die Hardtwaldstraße holte, verlässt ebenfalls den Verein im Sommer. Dieser doppelte Abschied von einer zentralen Figur und dem Coach könnte einen größeren Umbruch im Verein einleiten. Kapitän Marvin Wanitzek hat seine Zukunft ebenfalls noch offen gelassen, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
„Es ist so, dass der Verein gewisse Vorstellungen hat, wir sprechen darüber. Auch ich habe meine Vorstellungen – und wir müssen schauen, inwieweit wir zusammenkommen“, hatte Schleusener nach dem klaren 4:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld erklärt. Nun ist die Entscheidung gefallen, und der Stürmer blickt zurück auf eine „ganz besondere Zeit“ voller Intensität und Leidenschaft.
Die verbleibenden vier Spiele der Saison bieten Schleusener die Chance, sich gebührend von den KSC-Fans zu verabschieden. Ein Abschied, der zweifellos von Emotionen geprägt sein wird, denn wie der Angreifer selbst sagt: „Ich habe das KSC-Trikot immer sehr gerne und voller Stolz getragen.“
Die Frage, wie sich der KSC nach dem Weggang von Schleusener und Eichner neu formieren wird, bleibt offen. Ein Umbruch steht bevor, und es wird spannend sein zu sehen, welche neuen Spieler und Strategien der Verein präsentieren wird, um in der 2. Bundesliga bestehen zu können. Der Verein muss nun zeigen, dass er in der Lage ist, den Verlust wichtiger Leistungsträger zu kompensieren und den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.
