Schinko schießt grizzlys vor viertelfinale – wolfsburg mit machtdemonstration
Luis Schinko traf doppelt, die Grizzlys Wolfsburg schlugen die Schwenninger Wild Wings 3:1 und haben das Viertelfinale vor Augen. Die Message an die Konkurrenz: Wir sind nicht nur Playoff-Zuschauer, wir sind bereit, die großen Fische zu jagen.
Der 24-jährige Stürmer eröffnete den Torreigen nach 13 Minuten, Alex Trivellato glich kurz vor Drittelende aus. Doch statt zu wanken, legten die Niedersachsen nach: Matt White nutzte einen Nachschuss (36.), Schinko versenkte den Puck ins leere Tor (55.). Die Halle explodierte, die Serie steht 1:0.

Der trainerwechsel zahlt sich aus
Mike Stewart ist Geschichte, Tyler Haskins steht an der Bande – und die Mannschaft spielt frei auf. Seit der Umbaurochade sammelten die Grizzlys 13 von 18 Punkten, nun also auch ein Sieg, der mehr ist als drei Zähler: Es ist ein Statement. Ein Sieg in Schwenningen am Freitag (19.00 Uhr/MagentaSport) würde das Ticket lösen, das Viertelfinale wartet mit Kölner Haien oder Adler Mannheim.
Die Wild Wings dagegen müssen ums Überleben kämpfen. Trainer Tom Rowe wechselte seine Reihen durch, doch nach dem Führungstreffer verloren die Gäste den Faden. Powerplay? Leer. Unterzahl? Wackelig. Und die Moral? Gebrochen, als Schinko den Deckel draufmachte.
Die Statistik spricht Bände: Wolfsburg dominierte die Zweikämpfe (56 %), ließ nur 22 Schüsse zu und blockierte neun Schüsse – kleine Details, große Wirkung. Keeper Sebastian Vogl hielt 21 von 22 Schüssen, sein Gegenüber Mirko Pantkowski musste dreimal hinter sich greifen, obwohl seine Vorderleute 31 Mal abzogen.
Die Grizzlys haben den Knoten geknackt. Die Wild Wings müssen jetzt antworten, sonst heißt es: Saisonende im Schwarzwald. Und für Schinko? Der kann schon mal den Koffer packen – Richtung Köln oder Mannheim.
