Schicksalstag: eloy olayas geburtstag trifft auf wiedersehen mit belgien!
Ein Zufall, der Sportgeschichte schrieb: Am 10. Juli feiert Eloy Olaya seinen 62. Geburtstag. Ironischerweise fällt dieser Tag mit dem potenziellen Duell zwischen Spanien und Belgien um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft zusammen – ein Wiedersehen mit dem Gegner, gegen den seine Karriere durch einen verhängnisvollen Elfmeter in Los Angeles 1986 geprägt wurde.
Der junge vom sporting und sein verhängnisvoller moment
Damals war Eloy Olaya nur ein junger Spieler vom Sporting Gijón, der jüngste im spanischen Kader. Er schwebte auf Wolke sieben, sein erstes WM-Turnier, ein Treffer gegen Algerien und ein kurzes, aber entscheidendes Auftreten gegen Belgien, um sein Team in die Verlängerung zu bringen. Die Frage, ob er den Elfmeter schießen sollte, beantwortete er ohne Zögern. Doch dieser Schuss, der neben das Tor ging, besiegelte das Ende der spanischen Träume und katapultierte Belgien ins Halbfinale, wo sie auf Maradonas Argentinien trafen.
„Ich habe mit Diego wenige Tage zuvor gesprochen, er sagte, er wolle uns nicht im Weg haben“, erinnert sich Julio Alberto, einst ein Mitspieler im FC Barcelona. Vierzig Jahre sind vergangen, und dieser Elfmeter verfolgt Olaya immer noch. Ein Déjà-vu erlebte er bereits vor einem Monat in Puebla, als Spanien gegen Peru spielte – demselben Stadion, in dem das Viertelfinale 1986 stattfand. Die Wiederholung des Spielzugs in der Gruppenphase der WM 2026 wirft lange Schatten zurück.
„Es stört mich nicht, darüber zu sprechen.“, sagt Olaya mit stoischer Gelassenheit. „Es sind 40 Jahre vergangen, und so ist der Fußball eben. Es war hart, aber ich habe viel Unterstützung gespürt, vom Team und vom ganzen Land.“ Er beschreibt den Moment des Fehlers nüchtern: „Ich habe ihm einfach schlecht getroffen.“
Für die heutige Generation spanischer Spieler mag dieser Moment eine unbekannte Episode der Fußballgeschichte sein. Doch die Chance ist da, die alte Wunde zu heilen und Olaya an seinem Geburtstag ein Geschenk zu machen: den Einzug ins Halbfinale, der ihm 1986 verwehrt blieb.

Luis de la fuente – ein alter bekannter
Luis de la Fuente, der heutige spanische Nationaltrainer, erinnert sich gut an diese Zeit. Als 25-Jähriger erlebte er das Drama live mit. Zwischen 1983 und 1992 kam es zu 14 Duellen zwischen Olaya (Sporting Gijón und Valencia) und de la Fuente (Athletic Bilbao). Fünf Spiele gingen an jede Mannschaft, ohne dass einer der beiden traf. Die Aufgabe für de la Fuente und seine Mannschaft ist klar: die alte Schuld begleichen und einen neuen, glorreichen Moment für Spanien schaffen.
Der Fußball ist Gegenwart, und die Bedingungen in Los Angeles sind ein anderes Kaliber als die in Puebla. Doch dieser Freitag, der 10. Juli, ist mehr als nur ein Tag – es ist Eloy Olayas Geburtstag, und die Geschichte will geschrieben werden. Die rote Karte für Belgien ist nicht mehr weit.
