Schick-knipser muss liefern: tschechien am abgrund!

Atlanta – Patrik Schick, der Angreifer von Bayer Leverkusen, steht vor einer Zäsur. Nach einem blassen Auftritt gegen Südkorea, der mit einer frühen Auswechslung endete, hängt die Zukunft der tschechischen Nationalmannschaft bei der WM von seiner Leistung ab. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Südafrika muss der Stürmer zwingend liefern, sonst winkt die bittere frühe Heimreise.

Die kollegen schützen den hoffnungsträger – aber die zeit drängt

Die kollegen schützen den hoffnungsträger – aber die zeit drängt

Die Kritik nach dem 1:2 gegen Südkorea ließ nicht lange auf sich warten. Kapitän Ladislav Krejci versuchte zwar, den Druck von Schick zu nehmen, betonte aber deutlich: „Wir müssen besser mit dem Ball sein, uns besser bewegen und unsere besten Spieler ins Spiel kriegen, damit sie überhaupt auch treffen können.“ Schick selbst wirkte nach der Partie sichtlich frustriert. Er muss nun beweisen, dass er den Erwartungen gerecht werden kann.

Trainer Miroslav Koubek schien sich der Dringlichkeit bewusst zu sein. „Ich will nicht, dass sich die Jungs zu viel Druck machen. Das wäre nicht richtig“, mahnte er. Doch die Realität ist klar: Ohne Schicks Tore ist der Traum von der K.o.-Runde in weite Ferne gerückt. Krejci formulierte es unmissverständlich: „Wir brauchen Patrik Schicks Fähigkeiten. Wir müssen ihn einfach in die bestmöglichen Positionen bringen und ihm helfen.“

Die Aufgabe am Donnerstag (18.00 Uhr MESZ) ist kristallklar: Gegen die ebenfalls punktlosen Südafrikaner muss nun unbedingt gepunktet werden. Es wird erwartet, dass Koubek die Aufstellung anpassen wird, um Schick besser in Szene zu setzen. Die tschechische Abwehr muss zudem sicherstellen, dass die Angreifer überhaupt in Abschlusspositionen kommen. Die gegnerische Defensive der Südafrikaner ist zwar nicht überragend, aber eine passive tschechische Leistung würde die Aufgabe unnötig erschweren.

Die Stimmung im tschechischen Lager ist angespannt, aber nicht hoffnungslos. Krejci beschrieb seine Gefühlslage als „gute Anspannung“ und betonte: „Man kann es als Endspiel bezeichnen, aber das mache ich nicht. Ich will einfach auf Sieg spielen.“ Die Fans in der Heimat bangen mit ihrem Team und hoffen, dass Schick dem Druck standhält und den Siegtreffer erzielt. Denn eines ist sicher: Das Spiel gegen Südafrika ist mehr als nur ein Gruppenspiel – es ist eine Generalprobe für die Zukunft des tschechischen Fußballs.