Sc verl bricht ein: jahn regensburg beendet heimserie brutal
Sechs Monate Unbesiegbarkeit daheim. Elf Spiele ohne Niederlage an der Poststraße. Und dann das: Jahn Regensburg reist nach Ostwestfalen und macht alles kaputt. Das 1:2 gegen den Jahn ist nicht irgendeine Niederlage – es ist ein Weckruf, der im Aufstiegsrennen der 3. Liga gefährlich hallt.
Ein doppelpack, der verl in stücke reißt
Schon nach 15 Sekunden hätte es geklingelt. SSV-Kapitän Christian Kühlwetter tauchte frei vor Keeper Philipp Schulze auf – und scheiterte. Eine Warnung, die Verl nicht ernst genug nahm. In der 19. Minute bestrafte Regensburg die Gastgeber dann eiskalt: Alessio Besio spielte einen kapitalen Fehlpass, Noel Eichinger nahm das Geschenk dankend an und schob zum 0:1 ein. Was danach folgte, war schlicht Klasse. In der 36. Minute legte sich Eichinger einen Ball ins Zentrum, ließ sich fallen und versenkte ihn per Fallrückzieher zum 0:2. Ein Tor, das man sich zweimal ansehen will – auch wenn man Verler Fan ist.

Besio auf der falschen seite der geschichte
Die bitterste Ironie des Abends: Derselbe Besio, dessen Katastrophenpass das 0:1 einleitete, hatte kurz zuvor nach einem schönen Solo nur den Pfosten getroffen. Näher dran und weiter weg war er gleichzeitig. Verl fand an diesem Abend nie wirklich zu seinem Spiel, die Ballqualität war miserabel, die Durchschlagskraft nach vorne gleich null. Mittelfeldmann Timur Gayret brachte es nach dem Spiel bei Magenta auf den Punkt: „Wir haben heute und auch schon in den vergangenen Wochen einfach zu viele Fehler gemacht.
