Sc freiburg: atubolus patzer verschenkt wichtigen punkt in braga!
Ein fataler Fehltritt in der Nachspielzeit hat dem SC Freiburg am Donnerstagabend in Braga einen bitteren Rückschlag zugefügt. Nach einer eigentlich starken Leistung und einem hart erkämpften 1:1 droht nun ein schwieriges Rückspiel in Freiburg. Der vermeintliche Mini-Held vom Anfang wurde am Ende zum gefragtesten Mann – und das aus den falschen Gründen.

Die defensive schläft – und atubolu patzt
Die Partie im Estadio Municipal de Braga war bis wenige Sekunden vor Schluss ein taktischer Kampf auf Augenhöhe. Freiburg, nach einem Elfmeter von Atubolu, schien mit dem 1:1 zufrieden und versuchte, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Doch dann geschah es: Die Abwehr der Breisgauer schien kollektiv einzunicken, während Sporting Braga eine letzte Angriffswelle startete. Der Ball landete vor Atubolus Füßen, und in diesem Moment schien die Welt für den jungen Schlussmann stillzustehen. Ein unglücklicher Abpraller, eine fehlende Entschlossenheit – und der Ball rollte im Netz von Braga. Die Enttäuschung war greifbar.
“So ein unnötiges Gegentor, das ist unfassbar”, stöhnte Atubolu nach dem Spiel am Mikrofon. Seine Worte spiegelten die Frustration wider, die sich in der gesamten Mannschaft breitgemacht hatte. “Nichts ist vorbei, aber wir machen es uns selber schwer, weil am Ende die Kraft gefehlt hat. Wie sie es durchspielen war viel zu einfach. Das wäre uns am Anfang nicht passiert.” Die Müdigkeit der Freiburger war offensichtlich, und in diesem entscheidenden Moment fehlte die nötige Konzentration.
Trainer Julian Schuster ließ seiner Enttäuschung ebenfalls freien Lauf: “Wir haben es in den wenigen Momenten nicht gut verteidigt, dass wir eben auch bestraft wurden. Das können wir besser, das müssen wir besser tun, das darf uns nicht passieren.” Seine Worte sind eine deutliche Ansage an die Mannschaft, die sich nun auf das Rückspiel vorbereiten muss.
Atubolus Erklärung: Ballverlust im Getümmel
Der gebürtige Freiburger versuchte, seinen Fehler zu erklären: “Das Problem war, dass ich den Ball nicht sehe. Ich glaube, Philipp Lienhart war es, der fast vor mir oder neben mir steht. Ich sehe (den Ball, Anm. d. Red.) gerade noch so, kriege die Hände hoch und wische ihn weg.” Eine plausible Erklärung, doch am Ende zählt das Ergebnis – und das war für Freiburg alles andere als optimal.
Obwohl Atubolu kurz vor der Pause noch einen Elfmeter gegen Rodrigo Zalazar pariert hatte und kurzzeitig zum Helden avancierte, wird er diesen Abend wohl noch lange begleiten. Es ist ein Lehrstück dafür, wie schnell sich die Dinge im Fußball ändern können.
Das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Freiburg (21 Uhr) bietet nun die Chance zur Wiedergutmachung. Der SC Freiburg muss sich nun fragen, wie er die mentale Stärke zurückgewinnen und die Fehler der Vergangenheit abstellen kann. Die Aufgabe ist enorm, aber nicht unmöglich. Mit einer geschlossen Mannschaftsleistung und einer gehörigen Portion Kampfgeist ist ein Weiterkommen in der Europa League immer noch möglich – auch wenn der SC Freiburg mit einer kleinen Hypothek in die Partie geht. Die Verantwortlichen wissen: Nur eine konzentrierte Leistung über 90 Minuten wird den Traum vom Europa-Halbfinale am Leben erhalten.
