Saudi-arabien investiert milliarden in den fußball – und steigt bei der wm ein
Ein Deal, der die Fußballwelt erbebt: Saudi-Arabien erhöht seine Präsenz im internationalen Fußball massiv. Der Staatsfonds PIF, bekannt für seine ambitionierten Sportinvestitionen, hat eine Partnerschaft mit der FIFA geschlossen und wird offizieller Sponsor der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Die Summe der Investition wird derzeit nicht offiziell genannt, doch Experten schätzen sie auf mehrere hundert Millionen Dollar.

Pif klettert in die höchste partnerschafts-liga
Die FIFA teilte mit, dass PIF nun zur dritten Kategorie der Partner zählt – eine Stufe, die bisher nur globalen Schwergewichten wie Adidas, Coca-Cola und Visa reserviert war. Aramco, der saudische Ölkonzern, schloss sich im vergangenen Jahr dieser exklusiven Gruppe an. Die Savvy Games Group und Qiddiya City, Tochtergesellschaften des PIF, sind ebenfalls in den Deal involviert und unterstreichen die breite strategische Ausrichtung des Fonds.
Mohamed AlSayyad, Vertreter des PIF, betonte die Bedeutung dieser Partnerschaft: „PIF baut seine globale Präsenz im Sportbereich weiter aus, wobei Fußball im Zentrum dieses Wachstums steht.“ Die Investition in die WM ist ein weiterer Beweis für das Engagement Saudi-Arabiens im internationalen Sportgeschehen.
Doch der Deal wirft auch Fragen auf. Erst kürzlich hatte der Staatsfonds seine Unterstützung für die umstrittene LIV-Tour im Golf drastisch reduziert und beendete diese. Die Begründung: „Die erheblichen Investitionen, die LIV Golf langfristig benötigt, sind nicht mehr mit der aktuellen Phase der Investitionsstrategie von PIF vereinbar.“ Die neue Strategie für die Zeitspanne 2026 bis 2030 erwähnt Sport nicht explizit, was die langfristigen Ziele des PIF im Sport unklar lässt.
Saudi-Arabien hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Welle von Investitionen in verschiedene Sportarten initiiert – von Fußball über Formel 1 und Boxen bis hin zu E-Sport und Tennis. Die Vergabe der Fußball-WM 2034 an das Land unterstreicht den Anspruch Saudi-Arabiens, zu einem globalen Sportzentrum zu werden. Die Frage ist nun, ob diese ambitionierten Pläne nachhaltig sind und welche Auswirkungen sie auf den internationalen Sport haben werden. Die FIFA scheint bereit zu sein, das Risiko einzugehen – zumindest für die WM 2026.
Die Partnerschaft mit dem PIF ist ein klares Signal: Der Fußball wird zunehmend zu einem Spielfeld für geopolitische Interessen und milliardenschwere Investitionen. Ob das dem Sport dient oder ihn verzerrt, wird die Zukunft zeigen.
