Sandra abstreiter: deutsche eishockey-torhüterin blickt auf olympia und viertelfinale zurück

Sandra abstreiter im gespräch: analyse nach dem viertelfinal-aus und ein blick auf die zukunft

Sandra Abstreiter, die herausragende Torhüterin der deutschen Eishockeynationalmannschaft, stand im Viertelfinale gegen Kanada im Tor und blickt nun im Interview auf das Turnier in Mailand zurück. Trotz der 1:5-Niederlage gegen die Kanadierinnen und dem damit verbundenen Ausscheiden, zieht sie ein positives Fazit und betont die Fortschritte des deutschen Fraueneishockeys.

Enttäuschung und stolz nach der niederlage gegen kanada

„Natürlich ist da Enttäuschung da, dass wir ausgeschieden sind und es vorbei ist“, so Abstreiter. „Aber ich glaube, wir haben uns recht wenig Druck gemacht. Der Druck lag eher bei den Kanadierinnen, die ihre Qualität bewiesen haben. Wir können trotzdem sehr stolz auf unser Spiel sein. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können und gute Chancen hatten. Ich glaube, wir haben die Kanadierinnen ein bisschen überrascht, da sie nicht mit unserer körperlichen Spielweise gerechnet haben.“

Ungültige gegentore und kanadas dominanz

Ungültige gegentore und kanadas dominanz

Einige Gegentore fielen in Unterzahl, andere waren unglücklich. Abstreiter räumt ein, dass der zweite Gegentreffer vermeidbar war, relativiert dies aber: „Ja, der ist natürlich sehr unglücklich. Will ich den zurückhaben? Auf jeden Fall! Aber Kanada hat insgesamt drei bis vier wirklich schöne Tore geschossen. Ob da jetzt noch einer durchrutscht oder nicht… sowas passiert.“

Olympia als meilenstein für das deutsche fraueneishockey

Olympia als meilenstein für das deutsche fraueneishockey

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen war ein großer Erfolg für das deutsche Team. „Wir können sehr stolz sein, dass wir nach so langer Zeit wieder dabei waren. Wir haben gute Werbung für das deutsche Fraueneishockey gemacht und viel positives Feedback erhalten“, erklärt Abstreiter. „Wir haben der ganzen Welt bewiesen, dass deutsche Spielerinnen oben mithalten können und auch hart sind.“

Knappe ergebnisse und die nächsten schritte

Laura Kluge meinte, das deutsche Team sei Kanada noch nie so nahe gewesen. Abstreiter bestätigt dies: „Das letzte Mal, als wir auf Kanada trafen, war bei meiner ersten WM 2021. Da habe ich ein Drittel gespielt und 25 Schüsse auf mein Tor bekommen. Das sieht jetzt schon viel positiver aus. Wir müssen aber noch viele Schritte machen. Es müsste ein glücklicher Tag für uns sein und ein unglücklicher für Kanada, um wirklich zu gewinnen.“

Zukünftige entwicklung des fraueneishockeys in deutschland

Abstreiter sieht folgende Schritte für die zukünftige Entwicklung: „Wir müssen uns immer an den großen Nationen orientieren. Wir spielen viele Turniere, aber meist gegen Gegner, die wir in der Vergangenheit gewonnen haben. Wir wollen aber auch mit Schweden, Finnland und Tschechien mithalten. Das ist der nächste Schritt. Wir müssen individuell hart an uns arbeiten und die Tiefe in unserer Mannschaft erhöhen.“

Ein besonderer moment in mailand

Ein besonders emotionaler Moment für Abstreiter war die Eröffnungsfeier: „Ganz klar die Eröffnungsfeier. Wir durften mit einlaufen, obwohl wir am nächsten Tag ein frühes Spiel hatten. Das war etwas ganz Besonderes und wir haben es sehr genossen. Am nächsten Tag waren wir immer noch wie in einer Traumwelt. Es war schön, dass hier alle auf einem Level sind und ganz normal miteinander umgehen. Das war das Besondere.“