San mamés wächst: 2400 neue plätze für athletic?
Bilbao – Die Raunen in der baskischen Fußballwelt sind groß: Der Verwaltungsrat von Athletic Bilbao hält an der Idee fest, die Kapazität des legendären San Mamés Stadiums zu erweitern. Ein kleiner, aber feiner Schritt, der die Fans begeistern könnte.

Ein architekt, eine vision, ein stadion
Die aktuelle Kapazität von knapp 53.300 Zuschauern soll dem Vernehmen nach ohne einen umfassenden Umbau um 2.400 Sitzplätze aufgestockt werden. Die Pläne, die kürzlich im Amtsblatt von Bizkaia veröffentlicht wurden, basieren auf den ursprünglichen Entwürfen des Architekten César Azkarate, der das Stadion maßgeblich prägte. Er legte bereits bei der Konstruktion die Grundlage für eine solche Erweiterung. Die Details der geplanten Änderungen sind detailliert in den Dokumenten festgehalten und betreffen unter anderem die Tribünen und die Zugänge.
Die Kosten für dieses ambitionierte Projekt werden auf rund 5,2 Millionen Euro taxiert. Diese Summe soll aus den für Infrastrukturprojekte reservierten Mitteln des Vereins stammen, die in der letzten Versammlung der Kompromissäre mit 6,1 Millionen Euro festgesetzt wurden. Eine finale Entscheidung wird voraussichtlich im Oktober getroffen, wenn der Verwaltungsrat seine Bilanz vorlegen und das Budget für die kommende Saison präsentieren wird.
Was viele Fans beruhigt: Die Bauarbeiten, die voraussichtlich rund acht Monate dauern werden, sollen den Spielbetrieb nicht beeinträchtigen. Das Stadion bleibt auch während der Umbauphase eine Heimat für Athletic. Sollte es dennoch erforderlich sein, könnte der Verein möglicherweise einzelne Spiele auf neutralem Boden austragen – eine Strategie, die bereits von anderen Klubs erfolgreich angewandt wurde.
Die jüngste Entscheidung der baskischen Institutionen, auf unabhängige Bewerbungen für die WM 2030 im Zusammenschluss mit San Sebastián zu verzichten und stattdessen die gemeinsame Bewerbung beider Städte mit jeweils zwei Spielen anzubieten, ändert nichts an den Plänen zur Erweiterung von San Mamés. Denn das Ziel ist klar: Athletic will seinen Fans ein noch besseres Spielerlebnis bieten.
