Samardzic' last-minute-tor beendet bvb-traum in der champions league

Samardzic' last-minute-tor beendet bvb-traum in der champions league

Lazar Samardzic hat mit seinem Treffer in der Nachspielzeit das Aus von Borussia Dortmund in der Champions League besiegelt. Der gebürtige Berliner, der sich einst nicht in Deutschland durchsetzen konnte und trotz eines Anrufs des Bundestrainers für Serbien entschied, wurde zum gefeierten Mann in Bergamo. Ein Elfmeter, der wie ein Gemälde war und den BVB zutiefst traf.

Der dramatische spielverlauf

In der achten Minute der Nachspielzeit verwandelte Samardzic einen Elfmeter mit unglaublicher Präzision ins Winkel. Das Stadion in Bergamo explodierte förmlich, als Atalanta mit dem 4:1 gegen den BVB das Weiterkommen perfekt machte. Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel schien das Ausscheiden bereits besiegelt, doch Samardzic sorgte für die Sensationswende. „Was für eine Nacht! Dieser Sieg ist für euch Fans, ihr habt ihn euch verdient“, schrieb der Matchwinner auf Instagram.

Samardzic

Samardzic' weg: von berlin nach bergamo

Mit seinem entscheidenden Tor hat Samardzic endgültig den Sprung auf die größte Fußballbühne geschafft. Viele sahen in ihm schon vor Jahren in Berlin großes Potenzial, das er nun endlich entfaltet. Seine Geschichte ist geprägt von Höhen und Tiefen, aber auch von einer starken Entschlossenheit.

Ein deutsches talent mit serbischen wurzeln

Ein deutsches talent mit serbischen wurzeln

Samardzic begann seine Karriere in der Jugend von Hertha BSC, wo er mit seinen Toren und Vorlagen auf sich aufmerksam machte. In 40 Spielen für die U17 erzielte er 40 Tore und bereitete 14 weitere vor. Auch in der U19 war er erfolgreich. Er durchlief alle deutschen U-Nationalmannschaften, von der U16 bis zur U21.

Der wechsel zu rb leipzig und der absturz

Der wechsel zu rb leipzig und der absturz

Der Wechsel zu RB Leipzig im Jahr 2020 sollte der nächste Schritt in seiner Karriere sein, doch er verlief zunächst nicht wie erhofft. Samardzic konnte sich in Leipzig nicht durchsetzen und kam in seiner Debütsaison nur auf neun Einsätze. Nach nur einer Saison wurde er aussortiert und entschied sich für einen Wechsel nach Italien.

Der durchbruch in italien und die entscheidung für serbien

Bei Udinese Calcio fand Samardzic endlich seine Form und wurde zum Stammspieler. Er rückte wieder in den Fokus der Nationalmannschaft – und entschied sich für Serbien, das Heimatland seiner Eltern. Obwohl er in Deutschland geboren und ausgebildet wurde, lief er fortan für die serbische Nationalmannschaft auf. Der serbische Trainer Dragan Stojkovic überzeugte ihn von diesem Schritt.

Flicks bemühungen blieben erfolglos

Auch der DFB hatte versucht, Samardzic für sich zu gewinnen. Sogar Hansi Flick kontaktierte ihn persönlich, doch ohne Erfolg. Samardzic hatte sich bereits für Serbien entschieden, da er dort eine größere sportliche Perspektive sah. Er hat mittlerweile 26 Länderspiele für Serbien bestritten und auch bei Atalanta Bergamo überzeugt. Die Verpflichtung durch Atalanta folgte zunächst als Leihe und wurde dann fest gemacht.

Nächste herausforderung: gegen den fc bayern

Mit seinem entscheidenden Tor gegen den BVB ist Samardzic wieder in Deutschland im Rampenlicht. Im Achtelfinale der Champions League trifft er nun auf den FC Bayern München, wo er erneut seine Fähigkeiten unter Beweis stellen will.