Sakamoto jagt ihren vierten wm-titel – japan dominiert prag
Kaori Sakamoto lässt keinen Zweifel daran, wer in Prag das Eis regiert. Mit 79,31 Punkten im Kurzprogramm – Saisonbestleistung – führt die dreimalige Weltmeisterin das Feld an und steht kurz davor, sich als größte Eiskunstläuferin ihrer Generation endgültig in die Geschichtsbücher einzuschreiben. Vier WM-Titel. Das wäre etwas, das nur sehr wenige Frauen je geschafft haben.
Japan stellt die komplette spitze
Hinter Sakamoto folgt ihre Landsfrau Mone Chiba mit 78,45 Punkten – ein Rückstand von weniger als einem Punkt, der auf dem Papier minimal wirkt, auf dem Eis aber eine ganze Welt bedeuten kann. Die US-Amerikanerin Amber Glenn liegt mit 72,65 Punkten auf Rang drei und bräuchte in der Kür am Freitag eine Leistung ihres Lebens, um noch einzugreifen. Das Kurzprogramm war ein japanisches Duell. Die Kür wird es wahrscheinlich bleiben.

Das große fehlen: liu sagt ab, deutschland kämpft ums finale
Was die Ausgangslage noch interessanter macht: Alysa Liu ist nicht dabei. Die 20-Jährige, die bei den Winterspielen in Mailand als erste Amerikanerin seit 24 Jahren Olympisches Gold gewann, hatte ihren Start Anfang März zurückgezogen. Ihr Fehlen hinterlässt eine Lücke, die niemand in Prag wirklich füllen konnte. Sakamoto dürfte das nicht ungelegen kommen.
Für das deutsche Lager gibt es immerhin eine kleine Erfolgsmeldung: Julia Sauter, die für Rumänien startet und aus Ravensburg stammt, hat sich als 23. Platzierte haarscharf für das Finale der besten 24 Läuferinnen qualifiziert. Kein Triumph, aber auch kein Scheitern. Manchmal reicht ein einziger Platz.
Hase, volodin und co. – das deutsche aufgebot in prag
Das Aufgebot der Deutschen Eislauf-Union wird von den Olympia-Dritten Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin im Paarlauf angeführt. Neben ihnen gehen Annika Hocke und Robert Kunkel im Paarlauf an den Start, Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan im Eistanzen sowie Genrikh Gartung – amtierender deutscher Meister – im Männer-Einzel. Das Paarlauf-Kurzprogramm startet am Abend um 18.45 Uhr, live bei Eurosport und sportstudio.de.
Sakamoto braucht in der Kür keine Sensation mehr. Sie muss nur das tun, was sie besser kann als alle anderen: skaten. Der vierte Titel wartet bereits auf sie.
