Sainz verpasst punkte: williams-enttäuschung beim sprintrennen
Ein Paukenschlag beim Sprintrennen in Kanada: Carlos Sainz landete abgeschlagen auf dem zehnten Platz und verpasste damit die Punkte. Ein Ergebnis, das angesichts des bisherigen Leistungsniveaus von Williams schlichtweg inakzeptabel ist.

Alpine und rb setzen sich ab – sainz rätselt
Die Qualifikation am Vortag hatte noch Hoffnung gemacht, doch im Sprintrennen offenbarte Sainz deutliche Defizite. Während er selbst von einer „komplizierten“ Situation sprach, ist die Wahrheit brutal: Alpine und das Visa RB-Team waren ihm deutlich überlegen. „In 20 Runden haben sie uns schon 5 oder 6 Sekunden vorgeholt“, klagte der Spanier im DAZN-Interview. Das lässt wenig Raum für Interpretationen: Williams muss dringend an die Performance arbeiten.
Colapinto, der von weiter hinten ins Rennen kam, konnte Sainz im Ziel noch um fünf Sekunden distanzieren, während Lindblad im RB-Boliden satte 16 Sekunden Vorsprung herausfuhr. Diese Diskrepanz verdeutlicht die gewaltige Kluft zwischen Williams und den Top-Teams. Sainz betonte, dass die Verbesserungen, die das Team vorgenommen hat, offenbar nicht ausreichen, um mit den Entwicklungen von Alpine und RB Schritt zu halten. „Sie haben ihre Updates mitgebracht, und die scheinen etwas größer zu sein“, so der Pilot.
Die Qualifikation am Freitag war ein Ausreißer, so scheint es. Sainz kündigte an, dass er sich für die Qualifikation am Sonntag (22:00 Uhr) noch einmal konzentrieren muss, um in die Top 10 zu fahren. „Wir werden versuchen, sie erneut zu schlagen“, versprach er, obwohl die Aufgabe angesichts der starken Konkurrenz alles andere als einfach erscheint. Die Frage ist, ob Williams die notwendigen Ressourcen und das Know-how besitzt, um das Leistungsdefizit in so kurzer Zeit auszugleichen.
Die Chancen auf Punkte am Sonntag sind gering, aber nicht ausgeschlossen. Sollte sich das Rennen chaotisch entwickeln, könnte Sainz von den Problemen der Konkurrenz profitieren. Doch das wäre nur ein schwacher Trost für ein Team, das ambitionierter spielen sollte. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Williams muss sich beeilen, wenn sie nicht endgültig in der Formel-1-Hierarchie abrutschen.
