Sainz: kanada-enttäuschung und regen-hoffnung
Montreal – Carlos Sainz muss sich eingestehen: Das Qualifying in Kanada war trotz eines soliden Rennwagens nicht optimal verlaufen. Der Ferrari-Pilot landete auf dem 15. Platz, zeigte sich aber dennoch kämpferisch und blickt mit gemischten Gefühlen auf das Rennen.
Die realität des ferrari-teams
Sainz räumte ein, dass ein 12. Platz in der Startaufstellung das Maximum gewesen wäre. “Ich glaube, mit einer guten Runde hätten wir uns unter die Top Zwölf kämpfen können. Die Red Bulls und Alpines waren im Sprint deutlich schneller, und wir haben sie erwartet, dass sie heute vor uns liegen. Aber die letzte Runde in Q2 war nicht gut, wir hatten ein Problem mit den Reifen. Wir haben sie nicht in Temperatur bekommen und uns im ersten Sektor allein durch die Reifen drei Zehntel Sekunden gefehlt. Aber gut, 15. oder 12. ist auch nichts Weltbewegendes.”
Die Probleme mit den Reifen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass das Ferrari-Team noch Nachholbedarf hat. Die Entwicklung des Fahrzeugs muss weiter vorangetrieben werden, um im Kampf mit den Top-Teams mithalten zu können. Sainz betonte, dass man zwar einen kleinen Schritt nach vorne gemacht habe, aber noch nicht für das Q3 bereit sei.

Regen-szenario: ein hoffnungsschimmer?
Das Wetter könnte das Rennen in Kanada jedoch entscheidend beeinflussen. Es besteht eine 75-prozentige Regenwahrscheinlichkeit für Sonntag und eine 40-prozentige Wahrscheinlichkeit während des Rennens. Sainz äußerte sich begeistert über die Aussicht auf ein Regenrennen: “Ich freue mich darauf, das Auto und die neuen Regenreifen zu testen. Die Fahrer haben bei den Regen-Tests viel gemeckert und befürchten, dass die Reifen morgen nicht in Temperatur kommen und nicht arbeiten, was zu einem sehr chaotischen Rennen führen könnte. Ich bin gespannt, was passiert und wie sich die Autos im Regen verhalten werden. Ich glaube, es wird ein sehr schwieriges Rennen.”
Die Regenreifen stellen eine große Unbekannte dar, und es bleibt abzuwarten, ob sie ihren Zweck erfüllen können. Ein chaotisches Rennen ist durchaus möglich, und Sainz scheint sich darauf einzustellen. Die Chance, durch das Wetter einen Vorteil zu erlangen, ist real, auch wenn die Bedingungen unvorhersehbar sind.
Die Ausgangslage für Sainz ist alles andere als ideal, aber die Hoffnung auf ein Regenrennen und die Möglichkeit, das Ferrari-Team weiterzuentwickeln, geben ihm Ansporn für das Rennen in Montreal. Ob er seine Chance nutzen kann, wird sich am Sonntag zeigen.
