Saibari: vom "zu dicken" talent zum bayern-millionstransfer!
Ein Fußballmärchen schlägt seine Flügel aus: Ismael Saibari, der junge Marokkaner, hat im WM-Debüt gegen Brasilien nicht nur sein erstes Tor erzielt, sondern auch die Fußballwelt auf sich aufmerksam gemacht. Der PSV Eindhoven-Mittelfeldspieler steht wohl vor einem Wechsel zum FC Bayern München für die unglaubliche Summe von 55 Millionen Euro – eine Geschichte, die von Rückschlägen, Beharrlichkeit und einem unglaublichen Talent erzählt.
Der mann, der marquinhos und alisson überlistete
Während das Ergebnis 1:1 lautete, war Saibaris Auftritt der eigentliche Blickfang. Eingewechselt als möglicher Ersatz für den verletzten Abde, überraschte er mit einer Interpretation der Rolle als „falsche Neun“. Nach einer präzisen Vorlage von Brahim Díaz ließ er Marquinhos und Gabriel Magalhães stehen, bevor er Alisson im Tor des brasilianischen Teams überlistete. Ein Tor, das nicht nur sein Debüt krönte, sondern auch den Grundstein für seinen möglichen Wechsel zu den Bayern legen könnte.
„Gute Partie für das ganze Team. Wir wachsen weiter. Freue mich, mein erstes Tor bei einem WM-Debüt erzielt zu haben“, schrieb der künftige Bayern-Star auf Instagram – bescheiden, wie er ist.
Doch Saibaris Leistung war mehr als nur ein Tor. Seine Dribblings, seine Pässe in die Tiefe und seine Unterstützung bei der Defensivarbeit zeigten einen Spieler mit außergewöhnlicher Vielseitigkeit und einem unbändigen Willen.

Eine karriere, die gegen alle widerstände begann
Die Geschichte von Ismael Saibari ist alles andere als geradlinig. Seine Kindheit war geprägt von einer angeborenen Fehlbildung, die ihn zwei Jahre lang von den Fußballplätzen fernhielt. Ein spezielles orthopädisches Gerät ermöglichte ihm schließlich den Start seiner Karriere. „Es ging damals nicht einmal darum, Fußballer zu werden“, so Saibari einmal in einem Interview.
Die Familie Saibari emigrierte 2007 aufgrund der Wirtschaftskrise von Spanien nach Belgien. Dort, in Anderlecht, wurde er als „zu dick“ abgewiesen. Eine bittere Erfahrung, die ihn aber nicht entmutigte. Über Genk gelangte er schließlich 2020 für lediglich 200.000 Euro zum PSV Eindhoven, wo er unter Roger Schmidt erste Schritte in der Eredivisie unternahm. Der Durchbruch gelang ihm erst unter Ruud van Nistelrooy, der sein Potenzial früh erkannte.
„Er ist ein Spieler mit viel Kraft, einem schnellen Antritt, aber auch mit Qualität. Schon bei seinem Debüt gegen den FC Eindhoven zeigte er eine andere Qualität“, so Javier Rabanal, Van Nistelrooys rechte Hand beim PSV.

Bosz entfachte die torjägerqualitäten
Unter der Leitung von Peter Bosz entfaltete Saibari in der vergangenen Saison sein volles Potenzial. Mit 19 Treffern und neun Assists in 37 Spielen bewies er, dass er nicht nur ein talentierter Mittelfeldspieler, sondern auch ein gefürchteter Torjäger ist. „Seine allgemeine Leistung hat mich nicht überrascht, aber seine Zahlen sind beeindruckend“, so Bosz, der nun in Peru tätig ist.
Rabanal betont auch Saibaris menschliche Qualitäten: „Er spricht perfektes Spanisch, ist immer gut gelaunt und sehr positiv. Ein echter Gewinn für jede Mannschaft.“
Der Wechsel zum FC Bayern ist ein gewaltiger Sprung, aber Saibari scheint bereit für die Herausforderung. Seine Vielseitigkeit, seine Torinstinkt und sein unbändiger Wille machen ihn zu einem Spieler, der das Bayern-Mittelfeld verstärken könnte. Die Fußballwelt blickt gespannt auf die nächste Etappe in der Karriere dieses außergewöhnlichen Talents. Sein Weg mag holprig gewesen sein, aber er ist nun auf dem besten Weg, die Welt im Sturm zu erobern. Und wer weiß, vielleicht ist dies erst der Anfang einer großen, großen Karriere.
