Saibari im wm-fieber: marokkos angreifer stürmt ins k.o.-runde!
Ein Torfestival in Miami und ein überraschendes Duell mit Haiti – die Abschlussphase der Gruppenphase der Weltmeisterschaft bot Spannung pur. Im Mittelpunkt stand dabei Ismael Saibari, der mit seinem Tor zum 4:2-Sieg Marokkos nicht nur seine Trefferquote unterstreicht, sondern auch den Blick auf eine mögliche Zukunft beim FC Bayern lenkt.
Haitis hacktor: ein moment der ehrfurcht
Die Partie begann denkbar kurios. Lenny Joseph von Haiti schockierte die Marokkaner mit einem wundersamen Hackentor in der elften Minute. Ein Moment, der selbst die gegnerischen Fans sprachlos machte. Kurz darauf sorgte Brasilien für eine weitere Überraschung, als ein Eigentor von Marokkos Schlussmann Yassine Bounou – kurz Bono genannt – das Ergebnis auf 1:0 für Brasilien erhöhte. Ein bitterer Start für das nordafrikanische Team.
Saibari, der in jedem seiner bisherigen WM-Spiele mindestens ein Tor erzielt hat, hatte zunächst Schwierigkeiten, die Abwehr von Haiti zu überwinden. Sein Schuss in der 13. Minute segelte hoch über das Tor, und auch sein Versuch in der 23. Minute fehlte die nötige Präzision. Doch das Blatt sollte sich wenden.

Hakimi und el kaabi vergeben, isidor trifft zur sensation
Marokko verpasste in der 30. Minute gleich zweimal den Ausgleich. Achraf Hakimi scheiterte an Haitis Torwart Johny Placide, und auch Ayoub El Kaabi war gegen den glänzend aufgelegten Keeper machtlos. Doch Haiti konterte mit einer weiteren spektakulären Aktion. Wilson Isidor ließ sich in der 43. Minute aus großer Distanz ein Herz und hämmerte den Ball unhaltbar in den Winkel – ein Traumtor, das für einen kurzen Moment die Partie auf den Kopf stellte.
Nur wenige Augenblicke später antwortete Saibari mit einem präzisen Schuss aus 15 Metern, der im Tor landete. Der künftige Münchner bewies damit einmal mehr seine Torjägerqualitäten und hielt sein Team im Rennen. Ein klares Signal an die Verantwortlichen des FC Bayern.

Die zweite halbzeit gehört marokko – und rahimi
Die zweite Halbzeit gehörte klar Marokko. Ricardo Adé verhinderte fast ein Eigentor, während Soufiane Rahimi in der 78. Minute mit einem kraftvollen Schuss das 3:2 für sein Team erzielte. Gessime Yassine erhöhte kurz darauf auf 4:2, nachdem der VAR sicherstellte, dass Rahimis Hereingabe nicht im Aus erfolgte.
Ein Schreckmoment gab es noch, als Sofyan Amrabat mit voller Wucht ins Gesicht getroffen wurde und behandelt werden musste. Doch letztendlich konnte Marokko den Sieg feiern und sich als Zweiter der Gruppe C für die K.o.-Runde qualifizieren.
Haiti hingegen verabschiedet sich mit erhobenem Haupt von der Weltmeisterschaft, auch wenn der Traum vom Weiterkommen geplatzt ist. Die Mannschaft hat mit Leidenschaft und überraschenden Momenten für Furore gesorgt. Marokko trifft in der nächsten Runde auf den Sieger der Gruppe F – ein Duell, das vielversprechend wird.
