Sabalenka patzt in rom: french open in gefahr?
Rom – Aryna Sabalenka, die unangefochtene Nummer eins der Tenniswelt, hat in Rom eine überraschende Niederlage kassiert. Im dritten Satz gegen Sorana Cirstea verlor die Belarussin mit 6:2, 3:6, 5:7 und wirft damit ernsthafte Fragen nach ihren Chancen bei den kommenden French Open auf. Die Enttäuschung stand ihr ins Gesicht geschrieben, als sie die blassgrüne Arena verließ.

Form-krise oder sand-problem?
Die Niederlage stellt eine Fortsetzung der jüngsten Formschwäche dar. Bereits in Madrid war Sabalenka früh ausgeschieden, was die Alarmglocken schrillen lässt. Die Sandplatzsaison scheint ihr generell zu widerstreben, obwohl sie im Vorjahr das Finale der French Open erreichte – ein Finale, das sie gegen Iga Świątek verlor. Ihre vier Grand-Slam-Titel konnte sie bisher alle auf Hartplatz erringen, was ihre Schwierigkeiten auf Sand unterstreicht.
Doch was steckt hinter der Leistungsschwankung? Beobachter vermuten eine Kombination aus mentaler Blockade und taktischen Fehlern. Sabalenka wirkte im Laufe des Matches zunehmend unkonzentriert und ließ einfache Fehler zu. Besonders der verpatzte Aufschlag war ein entscheidender Faktor: Sechs Breaks musste sie hinnehmen, was gegen eine so erfahrene Spielerin wie Cirstea schwer zu kompensieren war.
Ein Auszeit wegen Hüftbeschwerden im dritten Satz deutet möglicherweise auf körperliche Probleme hin, doch Sabalenka selbst betonte im Anschluss, dass dies lediglich eine taktische Maßnahme gewesen sei, um sich zu sammeln. Aber die Pause konnte den negativen Trend nicht stoppen.
Die Konsequenzen für Paris sind nun ungewiss. Zwei Wochen vor dem Start der French Open muss Sabalenka dringend ihre Form wiederfinden. Die Konkurrenz ist stark, und ohne eine deutliche Leistungssteigerung wird es für sie schwer, in Paris zu triumphieren. Die Frage, ob sie ihre Vergangenheit auf Hartplatz wiederholen kann, bleibt offen.
Cirstea hingegen zeigte eine beeindruckende Leistung und bewies, dass sie auch gegen die Top-Favoritinnen mithalten kann. Ihr Sieg ist ein deutliches Signal an die gesamte Tenniswelt: Sie ist bereit für die großen Herausforderungen.
Die Niederlage von Sabalenka ist nicht nur für sie selbst ein Rückschlag, sondern auch für das gesamte Tennisfeld. Ein Finale zwischen Sabalenka und Świątek bei den French Open wäre ein spannungsgeladenes Duell gewesen, das nun in Frage steht.
