Sabalenka bricht tradition: damen-night-session in roland garros!

Paris bebte Tennisgeschichte, als Aryna Sabalenka heute Abend im Achtelfinale von Roland Garros gegen Naomi Osaka aufschlug – erstmals seit 2023 wieder eine Damenpartie in der prestigeträchtigen Night Session. Ein Novum, das lange auf sich warten ließ und eine hitzige Debatte entfachte.

Die lange tradition der männerdominanz

Die lange tradition der männerdominanz

32 Night Sessions in Folge waren ausschließlich von Herrenmatches geprägt. Ein Muster, das in den vergangenen Wochen immer wieder aufs Korn genommen wurde. Boris Becker, Tennislegende und Experte, hatte sich schon früh kritisch geäußert: „Ich schaue den Frauen gern zu. Die Veranstalter bekommen täglich Kritik wegen der Ansetzungen. Ich verstehe es nicht. Auch die Damen müssen mal abends ran, egal wie lang das Match ist.“ Seine Vermutung war treffend: Die Veranstalter fürchteten, dass ein Damenmatch zu kurz sei, wollten aber das Publikum vor den Bildschirm locken. Nun hat sich Roland Garros der Kritik gestellt und die Tradition aufgebrochen.

Sabalenka gegen Osaka: Ein Duell der Gigantinnen. Die Weltranglistenerste Sabalenka, als klare Favoritin ins Turnier gestartet, trifft auf die unberechenbare Osaka. Die Japanerin, bekannt für ihre extravaganten Outfits und ihre überraschenden Leistungen bei Grand Slams, sorgte bereits im Vorfeld für Gesprächsstoff. Ihre Reaktion auf die wiederholten Fragen zu ihren Outfits war amüsant, doch ihre Spielstärke sollte man keinesfalls unterschätzen.

Die Partie wird live auf Eurosport übertragen, sowohl im Free-TV als auch über Streaming-Dienste wie HBO Max und DAZN. Für alle, die kein Fernseher zur Verfügung haben, bietet SPORTBILD.de einen Liveticker an. Und wer sich fragt, was es noch in Paris zu sehen gibt: Félix Auger-Aliassime trifft ebenfalls am Montag auf Alejandro Tabilo, während Flavio Cobolli, Matteo Berrettini und Matteo Arnaldi ebenfalls im Einsatz sind.

Die Entscheidung für eine Damen-Night-Session ist mehr als nur eine Anpassung an die Zeit. Es ist ein Zeichen für Gleichberechtigung im Sport und ein Versprechen an die Fans, die Vielfalt des Damen-Tennis zu feiern. Die Frage ist nicht, ob Sabalenka und Osaka das Versprechen einlösen werden, sondern ob Roland Garros diesen mutigen Schritt konsequent fortsetzt. Denn eines ist klar: Die Zuschauer wollen sehen, was die Damen können – und zwar auch unter Flutlicht.