Sabalenka am boden zerstört: „tennis abhaken? vielleicht morgen…“,

Paris – Aryna Sabalenka, die Nummer eins der Weltrangliste, erlitt eine bittere Niederlage im Viertelfinale der French Open gegen die Russin Diana Shnaider. Die 28-Jährige gab nach dem 6:3, 5:7, 0:6 das Spiel auf und schien völlig von der Partie ausser Kontrolle geraten zu sein, was in einer emotionalen Reaktion in der Pressekonferenz gipfelte.

Der mentale tiefpunkt: sabalenka am rande der verzweiflung

Nach dem überraschenden Aus sprach Sabalenka von einem Zustand, den sie so nicht kennt. „Ich weiß gar nicht mehr, wann mir das letzte Mal passiert ist, dass ich zehn Spiele nacheinander verloren habe“, gestand sie. Die Belarussin, die zuvor das Match stark kontrolliert hatte, verlor plötzlich jeglichen Faden und rutschte in eine Abwärtsspirale. „Ich glaube, mental bin ich da in ein sehr, sehr tiefes, dunkles Loch geraten und habe es einfach nicht geschafft, mich wieder aufzurappeln.“ Der Bagel im dritten Satz unterstreicht die Tiefe ihres Zusammenbruchs.

Die Erinnerung an das letztjährige Finale in Paris, in dem sie gegen Coco Gauff die Führung aus der Hand gab, schien Sabalenka zusätzlich zu belasten. „Ich bin es so leid, Matches zu verlieren, nur weil ich zu emotional bin“, klagte sie. Auch Tennisexperte Boris Becker sah Parallelen zu dieser Partie und betonte, dass Sabalenka erneut an ihren Nerven gescheitert sei.

Wind als ausrede? sabalenka zeigt wenig verständnis

Wind als ausrede? sabalenka zeigt wenig verständnis

Obwohl der starke Wind während des Matches eine Rolle spielte, weigerte sich Sabalenka, dies als Entschuldigung anzuführen. Das offene Dach trotz der widrigen Bedingungen empörte sie jedoch: „Ich weiß nicht, wie Leute dasitzen und sich mich anschauen konnten. Es war dreckiges Tennis.“ Sie schien frustriert über die Umstände und die fehlende Unterstützung seitens des Veranstalters.

Was nun folgt? Sabalenka kündigte an, dass sie sich zurückziehen und analysieren muss, was in solchen Situationen in ihrem Kopf vorgeht. „Kennt ihr diese Räume, in die man reingeht und einfach alles kaputtschlägt?“, fragte sie mit einem ironischen Lächeln. „Vielleicht verbringe ich dort morgen den ganzen Tag und zerstöre alles. Vielleicht hilft es, vielleicht nicht.“

Die Niederlage gegen Shnaider wirft ein Schlaglicht auf die mentale Stabilität der Weltranglistenersten und stellt ihre Zukunft im Tennis in Frage. Ob Sabalenka aus diesem Tief zurückkehren kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Sie steht vor einer gewaltigen Herausforderung, ihre Emotionen zu kontrollieren und ihre mentale Stärke zurückzugewinnen.