Rybakina zerbricht marias titelverteidigungs-traum in london

London – Tatjana Maria, die Überraschungssiegerin des Vorjahres, musste im Achtelfinale des Londoner Queen’s Clubs eine bittere Niederlage verkassen. Jelena Rybakina, die Nummer eins der Welt, setzte sich gegen die Deutsche durch und beendete damit Marias Hoffnungen auf die Titelverteidigung. Ein herber Rückschlag für die gebürtige Bad Saulgauerin, die nun auch in der Weltrangliste Federn lassen muss.

Ein kampf bis zum schluss – und dann die ernüchterung

Ein kampf bis zum schluss – und dann die ernüchterung

Das Match begann vielversprechend für Maria. Die Qualifikantin des Vorjahres, die sich erneut durch das Qualifikationsturnier kämpfen musste, präsentierte sich als ebenbürtige Gegnerin der Kasachin. Im ersten Satz gelang es ihr sogar, Rybakina im Tiebreak zu bezwingen. Doch Rybakina, bekannt für ihre mentale Stärke und ihren kraftvollen Aufschlag, ließ sich nicht entmutigen. Im zweiten Satz behielt sie die Nerven und sicherte sich den Durchgang mit 7:5.

Die Entscheidung fiel im dritten Satz, in dem Rybakina die Kontrolle vollständig übernahm. Maria wirkte sichtlich erschöpft und fand keine Antwort auf das aggressive Spiel der Weltranglisten-Zweiten. Der einseitige 6:0-Satzverlust markierte das Ende von Marias Traum von der Titelverteidigung. Es ist ein herber Schlag für die 37-Jährige, deren Sprung in die Weltspitze im Vorjahr viele überraschte.

Was niemand so recht erahnen ließ: Die Kritik ihres Ehemannes und Trainers Charles-Édouard Maria an den Veranstaltern, die Maria im diesjährigen Turnier keine Wildcard gaben, wirkte sich offenbar negativ auf ihre Leistung aus. Die Entscheidung der Organisatoren, die Nummer 52 der Welt zu übersehen, war umstritten, und offenbar nagte der Gedanke daran an Marias Selbstvertrauen.

Die Niederlage bedeutet für Maria nicht nur den Verlust des Turniers, sondern auch einen Rückschlag in der Weltrangliste. Sie wird voraussichtlich aus den Top 100 fallen, was ihre Chancen auf die Qualifikation für weitere hochrangige Turniere erschwert. Ob sie sich davon beirren lassen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Rybakina demonstrierte eindrucksvoll ihre Ambitionen und festigte ihren Platz an der Spitze des Damen-Tennis.