Rugby-skandal in georgien: nationalspieler für doping gesperrt!
Ein Erdbeben erschüttert die Rugby-Welt: Sechs georgische Nationalspieler und die frühere Teamärztin sind für Dopingsünden zu empörungswerten Sperren verurteilt worden. Die Anti-Doping-Agentur (WADA) deckte ein System auf, das an kriminelle Machenschaften grenzt und den Ruf des georgischen Rugby nachhaltig trübt.

Die "operation obsidian": ein erschreckendes geständnis
Die gemeinsame Untersuchung von World Rugby und der WADA, intern als "Operation Obsidian" bekannt, hat ein erschreckendes Bild des organisierten Dopings im georgischen Nationalteam enthüllt. Es geht nicht um vereinzelte Verstöße, sondern um ein System, in dem Spieler im Vorfeld über geplante Dopingkontrollen informiert wurden, um Manipulationen zu ermöglichen. Die Konsequenzen sind verheerend.
Am hartesten trifft es den ehemaligen Kapitän Merab Sharikadze, der mit elf Jahren die höchste Strafe erhält. Nutsa Shamatava, die Teamärztin, wird für neun Jahre gesperrt. Auch Giorgi Chkoidze (6 Jahre), Lasha Khmaladze, Otar Lashkhi und Miriani Modebadze (jeweils 3 Jahre) müssen mit den Folgen ihrer Taten rechnen. Einziger Lichtblick: Lasha Lomidze erhielt lediglich eine Sperre von neun Monaten und fünfzehn Tagen, die bereits abgelaufen ist.
Das Ausmaß der Manipulation ist schockierend. Spieler tauschten Urinproben untereinander aus, um die Verwendung von Dopingmitteln zu verschleiern – und das mit Wissen und aktiver Unterstützung der Teamärztin und des georgischen Anti-Doping-Agentur. Die WADA hat durch DNA-Analysen bewiesen, dass die abgegebenen Proben nicht immer von den kontrollierten Athleten stammten.
Witold Banka, Präsident der WADA, bezeichnete den Fall als „oltraggioso“ (empörungswürdig) und betonte, dass die Sperren ein starkes Signal an alle senden sollen, die versuchen, zu schummeln. Die Vorfälle, die zwischen 2022 und 2023 stattfanden, zeigen ein gravierendes Versagen der Kontrollmechanismen und eine erschütternde Missachtung der Regeln.
Es stellte sich heraus, dass Dr. Shamatava regelmäßig – teils 24 Stunden im Voraus – die Spieler über bevorstehende Kontrollen informierte. Diese Informationen wurden über Chatgruppen verbreitet, und Merab Sharikadze gab zu, dass er regelmäßig Urinproben für andere Spieler zur Verfügung stellte. Das Vertrauen in den georgischen Rugby-Verband ist nachhaltig beschädigt.
Die Schatten dieser Affäre werden den georgischen Rugby-Sport noch lange begleiten. Es bleibt abzuwarten, wie der Verband die notwendigen Reformen umsetzen wird, um das Vertrauen wiederzugewinnen und sicherzustellen, dass sich ein solches System niemals wiederholen kann. Die Strafe ist hart, aber die Wiederherstellung des Ansehens wird ein noch längerer und schwierigerer Prozess sein.
