Rugby: deutsche hoffnungsträger überraschen bei wm-debüt!
Hongkong – Ein unerwarteter Lichtblick für das deutsche Rugby: Die deutsche 7er-Nationalmannschaft hat beim ersten WM-Turnier ihrer Geschichte in Hongkong für Furore gesorgt und mit zwei Siegen den elften Platz belegt. Für ein junges, unerfahrenes Team gegen die Weltspitze ein beachtlicher Erfolg, der zeigt, dass der deutsche Rugby-Sport auf dem Vormarsch ist.
Die verletzungen überschatteten den erfolg
Die Vorbereitung war alles andere als ideal verlaufen. Bundestrainer Pablo Feijóo musste verletzungsbedingt auf drei Leistungsträger verzichten: Kapitän Tim Lichtenberg, den pfeilschnellen Jakob Dipper und Daniel Eneke. Gerade Dipper hatte in der Qualifikationsphase mit seinen Toren maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland sich bereits frühzeitig das WM-Ticket sicherte. Die Ausfälle schmälerten die Chancen auf ein noch besseres Abschneiden erheblich, doch die Mannschaft zeigte Moral und Kampfgeist.

Erste erfolge und wichtige erkenntnisse
Trotz der Widrigkeiten gelang es dem Team, Großbritannien zu bezwingen und im anschließenden Platzierungsspiel auch die USA zu schlagen. „Ich denke, Rugby Deutschland kann stolz auf dieses Team sein“, sagte ein sichtlich zufriedener Feijóo. „Es war ein guter erster Schritt, und es wird uns in unserer Entwicklung sehr helfen, so oft es geht auf diesem Level zu spielen.“
Das Spieltempo und die Härte im Weltklassefeld stellten für die deutschen Spieler eine neue Herausforderung dar. „Es wird natürlich eine Weile brauchen, um sich an diese Bedingungen zu gewöhnen“, räumte Feijóo ein. Die Spieler zeigten jedoch die Bereitschaft, hart zu arbeiten und sich zu verbessern.

Die zukunft des deutschen rugby
Die WM-Serie geht weiter. Vom 29. bis 31. Mai geht es nach Valladolid in Spanien, bevor am 5. bis 7. Juni in Bordeaux die finale Entscheidung fällt. Ein eigenes WM-Turnier wie 2022 in Kapstadt, wo Deutschland zum ersten Mal dabei war, gibt es mittlerweile nicht mehr. Stattdessen werden die besten Teams der Weltserie und der zweiten Division in einem gemeinsamen Turnier um den Titel kämpfen.
Die jüngsten Erfolge in Hongkong sind ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Investitionen in den deutschen Rugby-Sport lohnen. Mit jungen, talentierten Spielern und einem engagierten Trainerteam kann Deutschland in Zukunft eine größere Rolle auf der internationalen Bühne spielen. Die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen, aber der erste Schritt ist getan.
Die Leistung der Mannschaft in Hongkong ist ein Beweis dafür, dass mit Leidenschaft, Einsatz und der Bereitschaft zur kontinuierlichen Verbesserung auch vermeintlich aussichtslose Situationen gemeistert werden können. Es bleibt abzuwarten, ob die deutschen Rugby-Spieler diesen Schwung mit nach Spanien und Frankreich nehmen können – eines steht jedoch fest: Sie haben gezeigt, dass sie zu kämpfen und zu überraschen wissen.
