Rublev neckt sich wie ein rockstar: der witz, der tennis aufwirbelt

Paris – Andrey Rublev, der russische Tennisstar, sorgte bei den French Open für einen Lacher – und eine überraschende Enthüllung über sein Image. Was einst als unschickte Frisur verspottet wurde, wird nun als Rockstar-Look gefeiert. Ein Wechselbad der öffentlichen Meinung, das der 28-Jährige mit Humor nimmt.

Von affe zu ikone: rublevs frisuren-transformation

Von affe zu ikone: rublevs frisuren-transformation

Die Geschichte beginnt vor einigen Jahren, als Rublev noch nicht zu den Top-Ten der Weltrangliste gehörte. „Als ich noch weit entfernt war, wurde ich oft gefragt, ob ich mir nicht eine normale Frisur zulegen sollte. Man sagte, ich sähe aus wie ein Affe“, schilderte der Russe auf einer Pressekonferenz. Diese Kommentare, die er damals noch mit einem Achselzucken abtat, sind heute kaum mehr vorstellbar.

Denn seit Rublevs Aufstieg in der Tenniswelt hat sich die Wahrnehmung drastisch gewandelt. „Sobald ich besser wurde und näher an die Top Ten kam, hieß es plötzlich: Was für ein Haar, was für ein Style! Er ist ein Rockstar!“, lachte Rublev. Die plötzliche Lobeshymne auf seine natürliche Frisur überraschte ihn ebenso wie die Öffentlichkeit.

Rublev selbst gibt zu, dass er kein besonderes Geheimnis für seinen Look hat. „Das ist einfach nur Glück. Ich wache so auf“, erklärte er. Eine gewisse Pflege sei zwar inbegriffen, „aber nichts Ausgezeichnetes“, betonte er. Die Ironie liegt auf der Hand: Was einst als Makel galt, ist nun zum Markenzeichen des aufstrebenden Tennisstars geworden.

Rublevs Auftritt im Achtelfinale gegen Jakub Mensik steht kurz bevor, nachdem er Nuno Burges aus Portugal besiegt hat. Zuvor hatte er sich bereits gegen Zverev behauptet, der am Sonntag live auf Eurosport und HBO Max zu sehen ist. Die Partie verspricht Spannung, nicht zuletzt, weil die Fans gespannt sind, ob Rublevs Rockstar-Frisur auch auf dem Platz für den nötigen Erfolg sorgt.

Courier, ein erfahrener Beobachter der Tenniswelt, warnt dennoch vor zu großen Erwartungen an Zverev, obwohl dieser seine Titelambitionen untermauert hat. „Die Tendenzen sind immer noch da“, so Courier, der auf mögliche Schwächen des Deutschen hinweist. Die French Open bleiben ein hartes Feld, auf dem selbst die Stars an ihre Grenzen stoßen.