Rubi fordert ruhe: schiedsrichter müssen vor druck geschützt werden!
Almería – In der hitzigen Atmosphäre der Segunda División hat sich Trainer Rubi nach dem gestrigen Spiel gegen UD Las Palmas deutlich zu Wort gemeldet und einen Appell an die Vernunft gerichtet. Der Fokus lag auf den jüngsten Kontroversen um Schiedsrichterentscheidungen, die den Verein und die Liga insgesamt belasten. Rubi betonte, dass ein konstruktiver Dialog und gegenseitiger Respekt unerlässlich seien, um die Qualität des Fußballs nicht zu gefährden.

Die belastung der schiedsrichter: eine wachsende besorgnis
“Es erfüllt mich mit Trauer, wie der Schiedsrichterkollegium in den letzten Wochen unter Druck gesetzt wird”, erklärte Rubi auf der Pressekonferenz. Er verwies darauf, dass nahezu alle Teams in der Liga bereits von fragwürdigen Entscheidungen profitiert oder darunter gelitten hätten. “Wir müssen alle ruhiger werden und die Arbeit der Unparteiischen anerkennen.” Rubi erinnerte daran, dass auch sein eigenes Team nach dem Spiel gegen UD Ceuta einen Fehler begangen habe, als es öffentlich Kritik geübt hatte. “Wir haben uns geirrt, und seitdem versuchen wir, einen besonnenen Umgang mit solchen Situationen zu pflegen.”
Die strittige Hand von Bonini: Eine Frage der Interpretation Rubi widmete einen Großteil seiner Ausführungen der umstrittenen Szene in El Plantío, in der ein möglicher Handelfmeter für Almería nicht gegeben wurde. Er wies darauf hin, dass die Regelinterpretation im Fußball oft komplex sei und Raum für unterschiedliche Meinungen lasse. “Die Handspielregel ist sehr umfangreich, mit sechs Abschnitten und detaillierten Anweisungen für den VAR. Es geht nicht darum, ob die Hand den Ball berührt hat, sondern ob die Bewegung des Arms natürlich war und ob er einen Pass oder Schuss behindert hat.” Er betonte, dass der Schiedsrichter sich an die geltenden Richtlinien gehalten habe und dass die endgültige Entscheidung des CTA (Comité Técnico de Árbitros) respektiert werden müsse, auch wenn man ihr nicht zustimmt.
Er fügte hinzu: “Selbst der CTA irrt manchmal. Wir wurden kritisiert, weil ein Elfmeter an Keidi Bare fälschlicherweise zurückgenommen wurde, weil sich der Spieler angeblich nicht in der Luft befand. Eine solche Situation ist immer grau und sollte nicht vom VAR überprüft werden.” Rubi fordert mehr Toleranz und Verständnis für die schwierige Aufgabe der Schiedsrichter, die einem enormen Druck ausgesetzt sind.
Der Trainer lobte zudem die Persönlichkeit einiger Schiedsrichter, die sich nicht von medialem oder öffentlichem Druck beeinflussen lassen. “Es ist beruhigend zu sehen, dass es Unparteiische gibt, die auch bei kontroversen Situationen einen klaren Kopf bewahren und ihre Entscheidungen nicht in Frage stellen lassen.”
Rubi mahnte am Ende seiner Ausführungen nochmals zur Besonnenheit und forderte, dass die Schiedsrichter in Ruhe ihre Arbeit verrichten können. “Lassen wir die Schiedsrichter in Ruhe! Sie erfinden nichts und müssen viel Druck aushalten. Und wenn ein Schiedsrichter nach Ansicht des Videos an seiner Meinung festhält, bedeutet das nicht, dass der VAR falsch liegt.” Er schloss mit den Worten: “Wir werden Tore schießen und wir werden auch Tore vergeben. Das ist Fußball.”
