Romandie-rundfahrt 2026: sechs etappen, ein finale – pogacar und lipowitz im duell?

Die 79. Tour de Romandie steht vor der Tür und verspricht eine Woche voller anspruchsvoller Rennen in der Westschweiz. Von einem knappen Zeitfahren bis hin zu einer nervenaufreibenden Bergankunft in Leysin – die Rundfahrt wird ein echter Härtetest für die Top-Sprinter und GC-Anwärter.

Ein prolog als auftakt: die uhr tickt von anfang an

Die Rundfahrt beginnt traditionell mit einem Einzelzeitfahren in Villars-sur-Glane. Die 3,2 Kilometer lange Strecke mag kurz sein, aber die Steigung im Schlusskilometer wird eine frühe Momentaufnahme der Form liefern und die Gesamtkonstellation für die folgenden Etappen prägen. Es ist ein Kampf gegen die Uhr, der bereits erste Differenzen anzeigt kann.

Klettertage en masse: anstiege, die den unterschied machen

Klettertage en masse: anstiege, die den unterschied machen

Was folgt, ist eine Reihe von Etappen, die das Peloton an seine Grenzen bringen werden. Jeder Tag überquert die 2.000-Höhenmeter-Marke, und selbst die Etappen, die auf dem Papier für Sprinter geeignet erscheinen, enden mit anspruchsvollen Anstiegen, die die schnellsten Männer aussortieren. Florian Lipowitz, der im letzten Jahr hier bereits ein Podium erreichte, wird sich besonders freuen: Der Schlussanstieg in Leysin ist ihm vertraut.

Die schlüsselabschnitte: ovronnaz, jaunpass und leysin

Die schlüsselabschnitte: ovronnaz, jaunpass und leysin

Die erste Kletterprüfung findet sich bereits in der ersten Etappe nach Martigny mit der Kategorie-1-Steigung nach Ovronnaz. Mit ihren engen Haarnadelkurven und einer Steigung von bis zu 15 Prozent wird dieser Anstieg ein frühes Indiz für die Kräfteverhältnisse liefern. Die vierte Etappe führt über den gefürchteten Jaunpass, der gleich dreimal absolviert werden muss – ein Tag, an dem die Beine brennen werden.

Und dann ist da noch die Schlussankunft in Leysin. Die 13,9 Kilometer lange Steigung mit einer durchschnittlichen Steigung von 6 Prozent und einer Maximalsteigung von 12 Prozent wird das ultimative Entscheidungskriterium sein. Hier wird sich zeigen, wer die Rundfahrt wirklich beherrscht.

Pogacar und Lipowitz werden zweifellos im Duell stehen, aber auch andere Anwärter auf den Gesamtsieg werden ihre Chancen suchen. Die Tour de Romandie 2026 verspricht ein spannendes Rennen voller Überraschungen zu werden.

Die vollständige Streckenübersicht:

  • Prolog, 28.4.: Villars-sur-Glane – Villars-sur-Glane (3,2 km / 69 hm / Einzelzeitfahren)
  • 1. Etappe, 29.4.: Martigny – Martigny (171,2 km / 1.985 hm)
  • 2. Etappe, 30.4.: Rue – Vucherens (173,1 km / 3.104 hm)
  • 3. Etappe, 1.5.: Orbe – Orbe (176,6 km / 2.409 hm)
  • 4. Etappe, 2.5.: Broc – Charmey (149,6 km / 3.175 hm)
  • 5. Etappe, 3.5.: Lucens – Leysin (178,2 km / 3.542 hm)