Roger kluge erkämpft em-bronze im omnium – und stellt weichen für geburtstag

Kluge triumphiert trotz anfänglicher probleme

Konya, Türkei – Radrennfahrer Roger Kluge hat bei den Bahnrad-Europameisterschaften in Konya eine beeindruckende Leistung gezeigt und sich die Bronzemedaille im Mehrkampf Omnium gesichert. Der 39-Jährige, der vor kurzem noch mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, fand schnell wieder zu seiner alten Stärke zurück und präsentierte sich in Topform. Besonders erfreulich: Kurz vor seinem 40. Geburtstag hat er sich damit ein persönliches Geschenk gemacht.

Krankheit überschattet vorbereitung

Krankheit überschattet vorbereitung

„Beim Sechstagerennen in Berlin bin ich leider erkrankt“, so Kluge nach dem Rennen. „Deshalb hatte ich im Vorfeld nicht mit einer Medaille gerechnet.“ Trotz der schwierigen Umstände bewies der Olympiazweite von Peking Kampfgeist und taktisches Geschick. Das Rennen sei „schwer und taktisch“ gewesen, doch er habe sich stark gefühlt und sei mit dem Gewinn der Bronzemedaille „sehr, sehr zufrieden.“

Starke einzeldisziplinen ebnen den weg zum erfolg

Starke einzeldisziplinen ebnen den weg zum erfolg

Kluge hatte bereits in den Einzeldisziplinen eine gute Ausgangsposition aufgebaut. Mit einem zweiten Platz im Scratch und dem sechsten Rang im Temporennen legte er den Grundstein für seine erfolgreiche Vorstellung im Omnium. Im entscheidenden Punktefahren, wo er 2008 in Peking ebenfalls Silber gewann, zeigte er erneut seine Klasse und sicherte sich die Medaille mit insgesamt 126 Punkten.

Madison als nächste chance auf edelmetall

Für Kluge geht es bei den Europameisterschaften in Konya jedoch noch weiter. Am Donnerstag, an seinem Geburtstag, hat er die Möglichkeit, im Madison, dem Zweier-Mannschaftsfahren, eine weitere Medaille zu gewinnen. Die Spannung ist hoch, und die Erwartungen an den erfahrenen Routinier sind groß.

Lisa klein stellt neuen deutschen rekord auf

Nicht nur Roger Kluge konnte sich in Konya auszeichnen. Auch Lisa Klein zeigte eine starke Leistung und stellte in der Qualifikation zur Einerverfolgung einen neuen deutschen Rekord auf. Sie benötigte für die 4000 Meter beeindruckende 4:27,924 Minuten und unterbot damit die bisherige Bestmarke von Franziska Brauße (4:32,924) um fünf Sekunden.

Knappes scheitern im finale

Trotz des Rekords reichte es für Klein letztendlich nicht für eine Medaille. Mit einer Zeit von 4:27,924 Minuten verpasste sie das Kleine Finale um die Ränge drei und vier um nur 2,5 Sekunden. Dennoch ist ihre Leistung ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft des deutschen Bahnradsports.

Aktuelle medaillenbilanz für deutschland

Deutschland steht derzeit bei diesen Europameisterschaften in Konya bei insgesamt sieben Medaillen. Die Meisterschaften sind noch bis Donnerstag im Gange, und es gibt noch weitere Chancen für die deutschen Athleten, sich zu präsentieren und weitere Erfolge zu feiern. Die Sportwelt bleibt gespannt.