Rodris popel-video sorgt vor wm-kracher für wirbel

Ein Finger in der Nase, dann direkt in den Mund. Was als harmlose Geste im Training begann, entwickelt sich für Rodri zum viralen Albtraum. Das Video des spanischen Mittelfeld-Motors kursiert vor dem WM-Viertelfinale gegen Belgien durchs Netz – und die Kommentarspalten brennen.

Die szene, die niemand ungesehen lässt

Der Clip zeigt den 30-Jährigen in aller Seelenruhe. Zeigefinger tief in der Nasenhöhle vergraben, anschließend genüsslich abgeleckt. Popel-Spanier? Die Internetgemeinde zögert nicht mit ihrem Urteil: „Einfach nur widerlich“, schreibt ein User. Ein anderer spottet: „Wie konnten wir zulassen, dass der 2024 den Ballon d'Or gewinnt?“

Die Assoziation liegt auf der Hand. Jogi Löw und seine berüchtigte Spielfeldrand-Einlage werden wieder wach. Auch der ehemalige Bundestrainer musste einst für seine Nasen-Expeditionen büßen. Der Unterschied: Löw tat es im Live-Fernsehen, Rodri glaubte wohl, unbeobachtet zu sein.

Spanien siegt trotzdem – oder gerade deshalb?

Spanien siegt trotzdem – oder gerade deshalb?

Ironie der Geschichte: Die angebliche „Stärkung“ schien zu wirken. Spanien schlug Portugal im Achtelfinale mit 1:0, Mikel Merino köpfte in der Nachspielzeit (90.+1) den Siegtreffer. Verlängerung abgewendet, Viertelfinale gesichert.

Ob Rodris Ritual zum Erfolg beitrug? Die belgische Gegenseite wird es beim nächsten Duell hoffentlich nicht herausfinden müssen.

Für den Manchester-City-Star läuft die WM unter besonderen Vorzeichen. Als erster spanischer Kapitän ohne La-Liga-Vertrag bricht er mit Tradition. Sein Wechsel in die Premier League 2019 hat sich ausgezahlt: vier Meistertitel, Champions-League-Triumph 2022/23, Klub-WM 2024. Dazu der Ballon d'Or – die Krönung einer beeindruckenden Karriere.

Verletzungen, comebacks und ein vertrag bis 2027

Verletzungen, comebacks und ein vertrag bis 2027

Die Saison 2025/26 verlief bisher holprig. Knieprobleme, Oberschenkelprellung, Leistenbeschwerden – Rodri verpasste mehrere Spiele. Bei der WM in Nordamerika steht er aber bei jedem Einsatz auf dem Platz. Sein Vertrag bei den Skyblues läuft noch bis 30. Juni 2027.

Die Frage bleibt: Wird das Popel-Video seine Legacy überschatten? Wahrscheinlich nicht. Aber es beweist erneut: In der Social-Media-Ära ist kein Moment mehr privat. Selbst der beste Mittelfeldspieler der Welt darf sich keine Blöße geben – nicht einmal beim Nasenbohren.